Wichtige Partner und Vernetzer

Forschung und Innovation ist für KMU von entscheidender Bedeutung. RhySearch vernetzt optimal und die KTI auch finanziell. Für Arbeitgeber aus dem Rheintal gab's an der NTB Buchs viel Wissenswertes dazu.

Reto Neurauter
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Daniel Lippuner, Richard Quaderer und Hanspeter Bär zeigten nicht nur AGV-Präsident Markus Probst (von links) auf, wie Forschung und Innovation mit verschiedenen Forschungspartnern vernetzt werden kann. (Bild: Reto Neurauter)

Daniel Lippuner, Richard Quaderer und Hanspeter Bär zeigten nicht nur AGV-Präsident Markus Probst (von links) auf, wie Forschung und Innovation mit verschiedenen Forschungspartnern vernetzt werden kann. (Bild: Reto Neurauter)

BUCHS. Immer wieder werde gesagt, KMU sollen innovativ sein, «mit RhySearch haben wir nun eine Chance, die wir nutzen sollten», kam Markus Probst (Bad Ragaz), Präsident des Arbeitgeberverbandes Sarganserland-Werdenberg gleich bei der Begrüssung auf den Punkt. Das Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch biete gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein attraktives Zusammenarbeitsmodell mit der Vernetzung von Leistungsangeboten verschiedener Forschungspartner wie NTB, Universität Liechtenstein oder Empa. Die Kommission für Technologie und Innovation in Bern (KTI) unterstütze finanziell marktorientierte F&E-Projekte, aber auch Start-ups sowie den Wissens- und Technologietransfer.

«Dank RhySearch haben wir Zugang zu neuen Partnern», betont Prorektor Daniel Lippuner, «und können so als doppelten Leistungsauftrag Ausbildung und angewandte Forschung und Entwicklung anbieten.» Der Umsatz bei letzterem betrage 17 Millionen Franken, habe sich innert der letzten fünf Jahre verdoppelt und mache 40 Prozent des NTB-Gesamtbudgets aus.

Auch verrückte Ideen

KTI-Innovationsmentor Hanspeter Bär attestierte der Schweiz dank hoher Innovation Wettbewerbsvorteile weltweit. Von den 154,7 Millionen Franken Fördermitteln würden rund 90 Prozent der existierenden KMU direkt profitieren, «auch Betriebe im Fürstentum Liechtenstein können in den Genuss unserer Unterstützung kommen», ergänzt Bär. Es ist wissenschaftsbasierte Innovation, die die KTI durch finanzielle Mittel, professionelle Beratung und Netzwerke fördert.

Neun Innovationsmentoren in der Schweiz werden von über 150 Experten der nationalen thematischen Netzwerke unterstützt. Die Innovationsmentoren arbeiten kostenlos, vereinfachen den Zugang zu Forschungsinstituten und neuen Technologien, «und wir zeigen die verschiedenen Fördermöglichkeiten auf und wirken beim Verfassen von Projektanträgen mit», ergänzt Bär, der seit einem Jahr in diesem Team tätig ist.

Das Ziel sei es, den Einstieg in ein Innovationsprojekt für die Unternehmen zu vereinfachen. «Das dürfen dann auch mal ganz verrückte Ideen sein, doch Businessplan und mögliche Marktanteile müssten da schon aufgezeigt werden», so Bär. Und wenn's funktioniert, steige der Cashflow, werden Prozesse optimiert und Kosten reduziert.

Erste Anlaufstelle in der Region

Mit Nachhaltigkeit wolle auch RhySearch den High-Tech-Werkplatz Alpenrheintal stärken, so steht es in dessen Werbeschrift, «wir sind schlank, schnell und flexibel», sagt Geschäftsleiter Richard Quaderer, «wir sehen uns regional als erste Anlaufstelle beim Thema forschungsbasierte Innovation, vor allem für komplexere Verbundprojekte».

Ein solches Verbundprojekt ist LIDT. Neben den Forschungspartnern NTB, CSEM (privates Schweizer Forschungs- und Entwicklungsteam, 400 Mitarbeiter, auch in Landquart), Empa und Universität Neuenburg sind acht Umsetzungspartner mit dem Aufbau eines Messplatzes zur Analyse optischer Beschichtungen beschäftigt. «Das Projekt kostet 1,7 Millionen Franken, dauert drei Jahre, und rund 740 000 Franken übernimmt die KTI», ergänzt Quaderer, der auch betont, dass der Innovationsmentor sehr unterstützend wirkte, und ein Projekt mit derart vielen Partnern doch eher selten sei.

Weitergehende Informationen unter www.kti.admin.ch oder www.rhysearch.ch

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