Werdenberger Schloss-Festspiele sind auf Kurs für das Jubiläum

WERDENBERG. Die Vorbereitungen für die Werdenberger Schloss-Festspiele 2015 laufen auf Hochtouren. Der Vorverkauf für die elf Vorführungen von Bedrich Smetanas Oper «Die verkaufte Braut» startete im Februar. Bereits sind 25 Prozent der Tickets verkauft. Die Jubiläums-Festspiele dauern vom 7.

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Im August gibt es anlässlich der Schloss-Festspiele auf Schloss Werdenberg ein Wiedersehen mit Sabine Winter in der Rolle der Marie. (Bild: pd)

Im August gibt es anlässlich der Schloss-Festspiele auf Schloss Werdenberg ein Wiedersehen mit Sabine Winter in der Rolle der Marie. (Bild: pd)

WERDENBERG. Die Vorbereitungen für die Werdenberger Schloss-Festspiele 2015 laufen auf Hochtouren. Der Vorverkauf für die elf Vorführungen von Bedrich Smetanas Oper «Die verkaufte Braut» startete im Februar. Bereits sind 25 Prozent der Tickets verkauft. Die Jubiläums-Festspiele dauern vom 7. bis 29. August. Nach 1993 wird «Die verkaufte Braut» zum zweiten Mal im Rahmen der Werdenberger Schloss-Festspiele aufgeführt. Bedrich Smetanas 1866 in Prag uraufgeführte komische Oper «Die verkaufte Braut» zeigt in fein ironischer Art den von Habgier, Eitelkeit und Egoismus beherrschten Mikrokosmos einer scheinbaren Kleinbürger-Idylle. Liebe und Geld heissen die grossen Gegenspieler, die bittersüsse Erfahrungen aber auch Abgründiges zutage fördern. Smetanas temperamentvolle, rhythmisch-zündende Musik schafft daraus ein reiches Beziehungsgeflecht. Ihre Schönheit, ihre Farben und ergreifenden Momente begleiten das Geschehen der furiosen Produktion. «Die verkaufte Braut» wird nicht umsonst als tschechische Nationaloper bezeichnet.

Bewährte Leitung

Die schöne Sopranistin Marie ist bis über beide Ohren in den charmanten Tenor Hans verliebt und er in sie. Sie aber soll mit dem stets betrunkenen Tölpel Wenzel (Sohn des Grossbauern Micha) verheiratet werden. Das hat der Heiratsvermittler Kezal in die Wege geleitet. Aber Hans hat einen Plan: Für 300 Gulden, die ihm der Heiratsvermittler bezahlen soll, will er auf Marie verzichten und der arrangierten Hochzeit nicht länger im Wege stehen. Er unterzeichnet einen Vertrag, nach dem Marie den Sohn des Grossbauern Micha heiraten soll und niemand sonst.

Ensemble ist komplett

Regisseur der turbulenten und kurzweiligen Handlung wird Leopold Huber sein. Er hat jüngst für die Operettenbühne Vaduz sehr erfolgreich «Der Zigeunerbaron» inszeniert. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Kapellmeister Günther Simonott. Das Ensemble für «Die verkaufte Braut» ist seit wenigen Tagen komplett. Mit dabei sind bekannte Gesichter aus der letzten Spielzeit wie Sabine Winter (in der Rolle der Marie), Nik Kevin Koch (Wenzel) und die Lokalmatadorin Anna Gschwend (Esmeralda).

Zwei Urgesteine

Zum ersten Mal in der kleinsten Festspielstadt Europas spielen Rahel Indermaur (Ludmilla), Kathrin Walder (Agnes) und Elmar Andree (Kezal). Die Vaterrollen werden von zwei Schloss-Festspiel-Urgesteinen dargestellt: Krischina, Maries Vater, wird von Alfred Kesseli dargestellt und als Micha (Hans' Vater) freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit Hans Rainer. Als Hans steht der polnisch-mexikanische Tenor Adam Sanchez auf der Werdenberger Bühne zu Gast.

Wer «Figaros Hochzeit» auf Schloss Werdenberg gesehen hat, dem dürfte Riccardo Di Francesco in guter Erinnerung geblieben sein. Er spielt im August den Zirkusdirektor. Die Rolle des Muff, Indianer und Komödiant, konnte mit dem Sachsen Volker Emil Schwarz ideal besetzt werden. Zum Jubiläum dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf das Ballett-Ensemble rund um Miryam Velvart freuen und natürlich auf den Chor der Werdenberger Schloss-Festspiele unter der Leitung von William Maxfield. (pd)

www.schlossfestpiele.ch