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WERDENBERG: Zum Schluss Fahrt gespürt

Die Abschlusskonzerte der Schlossmediale 2017 verdeutlichten deren breite Palette: «Mediterraneo» (alt) und «Inez Project» (neuzeitlich).
Heidy Beyeler
Die hohe Stimme von Vincenzo Capetuzzo war eine Besonderheit.

Die hohe Stimme von Vincenzo Capetuzzo war eine Besonderheit.

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Das Konzert «Mediterraneo» mit Christina Pluhar und ihrem im Jahr 2000 gegründeten Barockmusikensemble L’Arpeggiata war schon längst vor dem Abschlusssonntag ausverkauft – wie übrigens viele weitere Anlässe der Schlossmediale 2017 auch. Das Konzert bot den Gästen eine einzigartige Begegnung mit Musik und Musikern, die in verschiedenen Traditionen und Genres verweilen.

Die Musiker boten mit dem sanften Einstieg ins Konzert ein Gefühl dafür, wie einst Musik gespielt wurde. Eine Schale, gefüllt mit Sand, verführte die Besucher ans Meer – mit dem Geräusch sanfter Wogen. So zumindest hörte es sich an mit Violoncello- und Gitarrenklängen. Und dann die Stimme von Vincenzo Capezutto: Fein, ungewöhnlich hoch, glasklar.

Die Theatralik des Gesangs zelebriert

Musik, die Einlassung zulässt: Die Präsenz von Vincenzo Capezutto, der eigentlich eine Tänzerausbildung genoss und erst später den Gesang entdeckte, war unglaublich beeindruckend. Mit seinen gesanglichen Inszenierungen verzauberte er das Publikum. Seine Lieder waren geprägt von Emotionen. Es war die Rede von grosser Liebe, von Trauer und vom Sterben. Situationen, die er mit theatralischen Gesten veranschaulichte. Die Musik des ­Ensembles wirkten angenehm beruhigend. Sie schuf einen Ausgleich zur Theatralik des Gesangs. Eine Theatralik, deren sich Menschen aus dem Süden Europas noch heute bedienen. Die hohe Stimme des 38-jährigen Süditalieners war bestechend. Das Ensemble leistete dazu hervorragende Einsätze, sei es mittels Cembalo, verschiedenen Gitarren, Kontrabass und Theorbe sowie mit Castagnetten, Muscheln, oder anderen geräuscherzeugenden Elementen. Handtrommeln mit und ohne Schellen sowie altherkömmliche Trommeln aus alten Zeiten kommen beim Ensemble L’Arpreggiata zum Zug. Das Publikum war begeistert.

Das Finale war von Zurückhaltung geprägt

Nach dem Konzert «Mediterraneo» verweilten die Gäste gerne auf dem Schlosshof bei einem erfrischenden Getränk. Das Wetter lud zum Verbleiben ein – bis zum Auftritt von «Inez Project». Das «Grande Finale dreier Sirenen» wurde um 21 Uhr angekündigt. Auf dem Schlosshof herrschte eine gute Atmosphäre. Die Besucher warteten gespannt auf das angekündigte Programm «Inez Project».

Wer einen fulminanten Abschluss der Schlossmediale erwartete, war eher irritiert, als sich die drei Musikerinnen präsentierten. Anfänglich schienen ihre Beiträge als musikalisches Geplänkel – ohne Charakter. Irgendwann kam etwas Leben auf. Welche Bewandtnis die im Programm angekündigten «drei Sirenen» haben sollte, bleibt unerklärt. Eines soll aber gesagt sein: Kurz bevor das insgesamt 45-stündige Programm zu Ende ging, nahmen die drei Musikerinnen Julie Fahrer, Ines Brodbeck und Christa Unternährer Fahrt auf und bewiesen als Trio eine grosse Kompetenz im Zusammenspiel mit ihren gegenseitig harmonisch passenden Stimmen, die beeindruckten.

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