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WERDENBERG: Weltbekannte Melodien und viel Applaus

Das traditionelle Silvesterkonzert des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg (OLW) konnte das Publikum im Triesner Saal restlos begeistern.
Grossartige Musik bot das Orchester Liechtenstein-Werdenberg zum Jahresende. (Bild: Daniel Ospelt)

Grossartige Musik bot das Orchester Liechtenstein-Werdenberg zum Jahresende. (Bild: Daniel Ospelt)

Wochenlang hatten die mehr als 50 Amateurmusiker im Alter zwischen 17 und 70 Jahren mit ihrem Dirigenten Stefan Susana geprobt. Über 400 Personen waren zum Konzert gekommen, sie freuten sich auf unbeschwerte musikalische Unterhaltung und wurden nicht enttäuscht. Im Mittelpunkt des Programms standen die Themen «Liebe, Laster und Leidenschaften», wie Musikerin Clarissa Frommelt in ihrer Moderation betonte. «Wir werden zahlreiche weltbekannte Melodien spielen, bei denen die Inhalte immer die gleichen sind, auch wenn die Titel variieren.» Die Titel wurden mit den Hauptfiguren aus Mozarts «Hochzeit des Figaro» verbunden.

So durften die Kammerzofe Susanna und Gräfin Almaviva von ihren heiss küssenden Lippen schwärmen, Graf Almaviva versuchte sein Liebesglück mit «dunkelroten Rosen», doch er bekam eine Ohrfeige und jammerte laut: «Ach ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst». Die Operettenarien von Franz Lehar, Carl Millöcker und Johann Strauss verbanden sich auf diese Weise mühelos miteinander und gaben zudem den Solisten die Gelegenheit, ihre schauspielerischen Talente zu zeigen.

Schwungvoll, charmant und vielseitig

Bariton Christian Büchel bezirzte seine Angebetete mit einer Rose und machte dabei deutlich, dass der Text dieser Arie aus «Gasparone» doch ein bisschen an Meister Yoda erinnert: «Was mein Herz empfindet, sagen ich’s nicht kann». Beim berühmten Uhrenduett aus der «Fledermaus» zählte er gemeinsam mit der Sopranistin Sigrid Plundrich das Ticktack der Uhr, die beiden taten das so schwungvoll und charmant, dass man ihnen gerne noch länger zugesehen und zugehört hätte. Zuvor hatte Sigrid Plundrich mit der Sopranistin Sabine Winter abwechselnd die Arie «Meine Lippen, die küssen so heiss» aus Franz Lehars Operette «Giuditta» gesungen. Beide Sängerinnen überzeugten mit ihren vollen klaren Stimmen und den hell strahlenden Höhen.

Zum Schluss des Konzerts wurde die Stimmung dann sehr champagnerselig. Nachdem Sigrid Plundrich leicht melancholisch die «Klänge der Heimat» beschworen hatte und alle drei Solisten mit dem «Feuerstrom der Reben» bekundeten, dass die Majestät rings im Land anerkannt wird, verabschiedeten sie sich mit «Wien, Wien nur du allein». Das Orchester spielte als Zugabe das Werk «Spanischer Tanz» des Komponisten Wilhelm Stärk und ehrten damit den Mann, der vor vielen Jahren die Operettenbühne und die Harmoniemusik Vaduz geleitet hatte. Dafür gab es vom Publikum langen Applaus, bevor die Musiker nicht nur ihre Instrumente, sondern auch die Stühle im Saal wegräumten und der Apéro riche beginnen konnte.

Kurz nach der Pause hatte die mit Spannung erwartete Ziehung der Loszahlen begonnen. Der Freundeskreis des OLW hatte die Aktion «Viva la musica» bereits zum zweiten Mal durchgeführt. Dieses Jahr waren die 1800 Glückslose zum Preis von je 50 Franken im Vorfeld verkauft worden, zu gewinnen gab es Preise im Wert von insgesamt über 95 000 Franken, darunter zwei BMWs und ein E-Bike. Der Präsident des Vereins, Ulrich Tinner, drehte das Appenzeller Butterfass mit den Losnummern, die Glücksfee Doris Knorr stand parat, der Altvermittler von Triesen, Gebhard Kindle, und Geschäftsführer Hansruedi Sele amtierten als Controller und Beisitzer Daniel Kellerhals moderierte die Ziehung der Zahlen. Leider war keiner der Hauptpreis-Gewinner anwesend. Vorausahnend hatte der Verein einen Stuhl mit einem Punkt präpariert. Und so konnte eine überraschte junge Frau unerwartet 500 Franken mit nach Hause nehmen.(agr)

Hinweis

Die nächsten Konzerte finden am Sonntag, den 7. Januar, statt: Um 10.30 Uhr in der Aegerihalle in Unterägeri, und um 18 Uhr im Gemeindesaal Mauren.

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