WERDENBERG: Sparsamer und präziser

Das Hochbauamt des Kantons St.Gallen hat die Schlossweg-Beleuchtung und die Anstrahlung des Schlosses mit LED ausgestattet.

Hanspeter Thurnherr
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Die neuen LED-Strahler – hier jene an der westlichen äusseren Mauer – setzen das Schloss ins rechte Licht. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die neuen LED-Strahler – hier jene an der westlichen äusseren Mauer – setzen das Schloss ins rechte Licht. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Eine W&O-Leserin beklagte sich in einem Leserbrief (W&O vom 9. Juni), dass kürzlich am idyl­lischen Schlossweg massiv ausgeholzt und eine neue Beleuchtung, auch am Schloss Werdenberg, installiert wurde. Die neue Beleuchtung strahle sehr grell und weit in die darunterliegenden Quartiere – und erst noch länger als wie bisher gewohnt bis 23 Uhr. Damit sei – entgegen dem Motto der soeben zu Ende ge­gangenen Schlossmediale – «die Idylle dahin». Der W&O machte sich deshalb auf die Suche nach den Ursachen der neuartigen «un­idyllischen» Lichtimmissionen.

Kurt Scheidegger, Geschäftsleiter des Vereins Schloss Werdenberg, verwies auf Anfrage an die Gemeinde Grabs. Diese sei für die Beleuchtung von Schloss und Schlossweg zuständig. Doch auch auf der Gemeinderatskanzlei wusste man nichts Genaues von der neuen Beleuchtung. «Wir haben aber im April einen Dienstbarkeitsvertrag für Durchleitungen mit dem kantonalen Hochbauamt unterzeichnet», wusste Gemeinderatsschreiber Werner Hefti.

Sicherheit für die Nutzer verbessern

Also weiter zum kantonalen Hochbauamt. Schnell sind die Fragen formuliert und per E-Mail in die Hauptstadt geschickt: Was wurde genau gemacht und warum? Wer bestimmt, wann und wie lange die Beleuchtung ein­geschaltet wird?

Die umfassenden Antworten und Erklärungen lassen nicht ­lange auf sich warten. «Die Schlossweg-Beleuchtung und die Anstrahlung des Schlosses Werdenberg wurden in den vergangenen Monaten neu erstellt. Ziel der neuen Beleuchtung war es, im Bereich des Schlosswegs die Sicherheit für die Nutzer zu verbessern», schreibt Patrick Bünter, Bereichsleiter Baubereich 1 im kantonalen Hochbauamt.

Bei der Wegbeleuchtung seien neu energieeffiziente LED-Mastleuchten eingesetzt worden. «Diese weisen gegenüber den ­alten Leuchten einen um etwa 65 Prozent reduzierten Energieverbrauch auf. Um die Sicherheit für die Nutzer zu erhöhen, wurden zusätzliche Leuchten installiert», ergänzt Bünter.

Bei der Anstrahlung des Schlosses seien nun LED-Strahler im Einsatz, welche eine wärmere Lichtfarbe (3000 K) und eine um rund 50 Prozent reduzierte Leistung aufweisen. «Die Strahler weisen zudem gegenüber den alten eine deutlich ­höhere Präzision auf, was zur ­Reduktion der Lichtimmission führt», erläutert Patrick Bünter.

Ein- und Ausschaltzeiten bleiben unverändert

Sowohl für die Schlossweg-­Beleuchtung als auch für die ­Anstrahlung seien die Ein- und Aus-Schaltzeiten nicht verändert worden. «Jedoch musste für das Einregulieren die Schloss­beleuchtung und auch die Wegbeleuchtung an zwei oder drei Abenden wesentlich länger mit eingeschaltet sein. Im Laufe des Juni muss die Hauptfassade an ein oder zwei Abenden noch endgültig einreguliert werden. Damit ist dann nochmals mit längeren Einschaltzeiten zu rechnen», schliesst Bünter.