WERDENBERG: Situation der neuralgischen Rheinquerungen verbessern

Am 22. Dezember hat der Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein seine dritte Programmgeneration beim Bund eingereicht. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird mit diesem Meilenstein fortgesetzt und bekräftigt.

Drucken
Teilen

Mit einem Agglomerationsprogramm wird die Koordination bereichsübergreifender Verkehrs-, Siedlungs- und Landschaftsthemen innerhalb eines funktionalen Raumes ermöglicht. Durch die Lancierung der Programme engagiert sich der Bund – in Ergänzung zu den Kantonen und den Gemeinden – verstärkt in der Entwicklung der Agglomerationen. Die am 22. Dezember in Bern eingereichte, seit 2015 erarbeitete dritte Programmgeneration baut auf dem Agglomerationsprogramm Werdenberg-Liechtenstein der zweiten Generation mit Umsetzungshorizont 2015 bis 2018 auf.

Nebst der Weiterentwicklung der bestehenden Grundlagen und Themenfelder wurden neue Massnahmen und Vertiefungen in den Kernbereichen Raumplanung, Strasseninfrastruktur, öffentlicher Verkehr, Fuss- und Radverkehr, kombinierte Mobilität sowie nachfrageseitige Massnahmen diskutiert. Als Resultat wurden in der dritten Programmgeneration (Umsetzungshorizont 2019 bis 2022) 15 neue Massnahmen aufgenommen. Ein wichtiges Ziel ist unter anderen, dass die Optimierungen an den neu- ralgischen Rheinquerungen Sevelen–Vaduz und Haag–Bendern prioritär angegangen werden. Gemäss Terminplan des Bundes soll der finale Prüfbericht des Bundes voraussichtlich im dritten Quartal 2018 vorliegen. Dann steht fest, mit welchen Bundesbeiträgen die Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein rechnen kann.

Die Verabschiedung der Botschaften über die Unterstützung der 37 Agglomerationen, die um Beiträge ersuchen, erfolgt laut Planung ebenso im Spätsommer 2018. Allfällige Mittel können ab Beginn des zweiten Quartals 2019 freigegeben werden.

Zur Erarbeitung des Agglomerationsprogramms wurde 2009 ein Verein gegründet. Das Ziel des von Daniel Gut (Buchs) präsidierten Vereins ist neben einer grundsätzlichen Stärkung der Zusammenarbeit die Erarbeitung des Bundesprogramms zur Förderung von Entwicklungsmassnahmen aus sämtlichen agglomerationsrelevanten Themen. Bis Ende 2018 läuft die Realisierungsphase der zweiten Programmgeneration, wobei der Bund mit einem Beitragssatz von 35 Prozent und einer Summe von 7,8 Millionen Franken die vorgesehenen A-Massnahmen der Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein unterstützt. Darunter fällt z. B. die Entwicklung Bahnhofsgebiet Buchs oder der Bau einer neuen Rheinbrücke für den Langsamverkehr. (pd)