WERDENBERG: Schloss ist zehn Tage im Banne der Idylle

Gestern Freitagabend hat die Schlossmediale Werdenberg begonnen. In den nächsten neun Tagen stehen neben der Ausstellung zum Thema Idylle Konzerte und Gespräche für Gross und Klein auf dem Programm.

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Das Auftragswerk der Schlossmediale – gespielt vom Mandelring Quartett – war am Eröffnungskonzert ein Volltreffer. (Bild: Heidy Beyeler)

Das Auftragswerk der Schlossmediale – gespielt vom Mandelring Quartett – war am Eröffnungskonzert ein Volltreffer. (Bild: Heidy Beyeler)

Die Musiker des Mandelring Quartetts aus Deutschland beeindruckten mit Violinen, Viola und Cello am ausverkauften Konzert zur Eröffnung der diesjährigen Schlossmediale mit einer ungewöhnlichen Einheitlichkeit. Was die Gäste zu hören bekamen, war schlichtweg Weltformat. Es wurde Kammermusik vom Feinsten dargeboten. Was da präsentiert wurde, vermag man ansonsten nur auf weltberühmten Konzertbühnen zu geniessen. Zart war Mozarts Jagdquartett, das zum Auftakt vorgetragen wurde. Nach «Il Tramonto» – zu Deutsch Niedergang – und dem Streichquartett Nr. 8 von Dmitri Schostakowitsch kam die grosse Überraschung: Die Uraufführung des Auftragswerkes der Schlossmediale Werdenberg, «Stillleben», geschrieben vom Schweizer Komponisten und Schlagzeuger Michael Wertmüller. Das war der Hammer. Unbeschreiblich. Das muss jeder selber erleben.

Nach diesem furiosen Stück waren die Konzertbesucher hin und weg und staunten nicht schlecht, als sie nach der Eröffnung der Ausstellung «Idylle» auf Menschen und Skulpturen stiessen, die anmutiger nicht hätten sein können. Auch hier staunte das Publikum über die hohe Qualität der Kunstausstellung. Mit den Exponaten verschiedener Künstler und Stipendiaten wurde klar, was die Besucher während der Schlossmediale bis zum 11. Juni erwarten dürfen. Kunstinteressierte werden während den nächsten neun Tagen auf aussergewöhnliche Kunst stossen, die den Blickwinkel für das eigene Leben bestimmt zu schärfen vermag. Die Begeisterung war an der Eröffnung der Schlossmediale einhellig gross. Superlativen sind durchaus angebracht. Mehr dazu in der Ausgabe vom Dienstag. (bey)