WERDENBERG: Messen mit den Weltbesten

Philipp Gubler bestreitet am Samstag seinen vierten Ironman Hawaii. ­Dieses Rennen stellt in dieser Triathlon-Sparte die offiziellen Weltmeisterschaften dar.

Robert Kucera
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Triathlet Philipp Gubler feilt nicht nur im Wasser, sondern auch am Zugseil an seiner Schwimmtechnik. (Bild: Robert Kucera)

Triathlet Philipp Gubler feilt nicht nur im Wasser, sondern auch am Zugseil an seiner Schwimmtechnik. (Bild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss einen Marathon (42,195 Kilometer) laufen – das ist der Ironman. Hart ist jedes dieser Rennen. Doch eines überstrahlt alles andere: die Weltmeisterschaften, die stets auf Hawaii zur Austragung kommen. Speziell ist, dass nicht einfach jedermann teilnehmen darf. «Im Amateurbereich gibt es nicht so viele Rennen, für die man sich erst qualifizieren muss. Die Kriterien sind streng, die Teilnahme wird einem nicht geschenkt», erklärt der in Werdenberg wohnhafte Philipp Gubler. «Weiter speziell ist, dass man sich mit der Weltspitze eins zu eins messen kann. Profis und Amateure absolvieren die gleiche Strecke am selben Tag.» Der 36-Jährige steht unmittelbar vor seiner vierten Teilnahme auf der Pazifikinsel. Trotz Routine herrscht bei ihm Anspannung. «Endlich ist der grosse Tag. Ich habe immer diesen 14. Oktober 2017 vor Augen gehabt.»

Hohe Erwartungen führen zu Anspannung

Vor über einem Jahr hat er sich für diesen Wettkampf qualifiziert. Gubler hatte folglich viel Zeit, sich seriös darauf einzustellen. «Ich denke, die Vorbereitung war dieses Jahr sehr gut. Je besser Vorbereitung und Form ist, umso grösser auch die Erwartungen. Und je höher die Erwartungen, desto höher auch der Leistungsdruck und die Anspannung», erläutert Gubler, weshalb er etwas Nervosität verspürt. Und dann wäre noch der Mythos dieses Rennens auf Hawaii. «Es ist die spezielle Atmosphäre, die da herrscht. Der Spirit des Wettkampfs, aber auch die Natur­gewalten mit den Vulkanen sowie das feucht-heisse oder trocken-heisse Klima – je nachdem.»31