WERDENBERG: Mehr Betäubungsmitteldelikte

Die Zahl der Betäubungsmitteldelikte in der Region ist innert Jahresfrist um 20 Prozent angestiegen. Rückläufig waren im Jahr 2016 dagegen die Delikte nach dem schweizerischen Strafgesetzbuch.

Heini Schwendener
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Nach einem Einbruchdiebstahl beginnt die Arbeit der Spurensuche durch Spezialisten der Kantonspolizei. (Bild: Urs Bucher)

Nach einem Einbruchdiebstahl beginnt die Arbeit der Spurensuche durch Spezialisten der Kantonspolizei. (Bild: Urs Bucher)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

2448 Straftaten nach dem schweizerischen Strafgesetzbuch (StGB) wurden im vergangenen Jahr in der Polizeiregion Werdenberg-Sarganserland registriert, das sind 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Der kantonale Wert der StGB-Delikte hat sich innert Jahresfrist um 3,4 Prozent reduziert.

Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik des Kantons St. Gallen wurde gestern präsentiert. Daraus geht hervor, dass es im Jahr 2010 in der Region Werdenberg-Sarganserland 3283 StGB-Delikte gegeben hatte. Bis ins Jahr 2012 stieg dieser Wert bis auf 3570 an, seither hat er sich in jedem Jahr um einige Prozent verringert.

In der Polizeiregion Linthgebiet-Toggenburg sank die Zahl der StGB-Delikte von 2595 im Jahr 2015 auf 2544 im vergangenen Jahr.

Zuwachs höher als im Kantonsdurchschnitt

Markant, nämlich um 20 Prozent, erhöhte sich innert Jahresfrist die Zahl der Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (BetmG) in der Polizeiregion Werdenberg-Sarganserland, nämlich von 515 auf 616. Dieser Zuwachs ist grösser als der kantonale Wert, bei dem ein Plus von 12 Prozent registriert wurde.

In der Polizeiregion Linthgebiet-Toggenburg hingegen gab es einen grossen Rückgang von 31 Prozent bei der Zahl der BetmG-Widerhandlungen zwischen 2015 und 2016, von 565 auf 388.

Seit 2010 schwankte die Zahl der BetmG-Widerhandlungen im Werdenberg und Sarganserland einmal nach oben, danach wieder nach unten. Im Jahr 2010 waren 537 Fälle registriert, 2012 waren es noch 492, 2013 stieg der Wert auf 597 an, reduzierte sich dann auf 510 (2014) und 515 (2015), ehe im vergangen Jahr mit 616 sogar die 600er-Grenze überschritten wurde.

Die polizeiliche Kriminalstatistik für das vergangene Jahr listet auch die Verstösse gegen das Ausländergesetz (AuG) bis hinunter auf die Ebene der Polizeiregionen auf. Im ganzen Kanton ging die Zahl gegenüber 2015 um 31 Prozent zurück. In der Polizeiregion Werdenberg-Sarganserland wurden im Jahr 2015 716 Straftaten im Bereich des Ausländergesetzes registriert. Ein Jahr später waren es 52 Prozent weniger oder 345 an der Zahl. Blickt man in der Zeitreihe zurück, so sieht man, dass der Wert für 2015, das Jahr der grossen Flüchtlingsströme, in unserer Region mit 716 Straftaten ausserordentlich hoch war, denn sonst bewegte sich dieser Wert seit dem Jahr 2010 zwischen 217 (Jahr 2010) und 345 (Jahr 2016). Im Linthgebiet-Toggenburg gab es im vergangenen Jahr 149 AuG-Delikte.