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WERDENBERG-LIECHTENSTEIN: Agglomerationsprogramm: «Das Glas ist halb voll»

Der Bund will für 2019 bis 2022 knapp sechs Millionen Franken an Projekte des grenzüberschreitenden Agglomerationsprogramms beisteuern. Das ist weniger als von der Region erhofft, trotzdem zeigt sich diese wenigstens halb zufrieden.
Die Realisierungschancen der Verbesserungsmassnahmen auf der Rheinbrücke Sevelen–Vaduz ab 2023 sind gestiegen. (Bild: Heini Schwendener)

Die Realisierungschancen der Verbesserungsmassnahmen auf der Rheinbrücke Sevelen–Vaduz ab 2023 sind gestiegen. (Bild: Heini Schwendener)

Die Trägerschaft des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein hat im Dezember 2016 das Programm der dritten Generation beim Bund zur Prüfung eingereicht. Sie besteht aus sämtlichen Werdenberger und Liechtensteiner Gemeinden, der Gemeinde Sargans sowie dem Kanton St. Gallen und dem Land Liechtenstein.

Der Bund hat einige Projekte nicht so priorisiert, wie es der Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein in seinem Programm für die Jahre 2019 bis 2022 wollte, stellt der Vereinspräsident und Buchser Stadtpräsident Daniel Gut fest.

Rheinübergänge für Realisierung vorbereiten

Insbesondere die Verbesserung der beiden, verkehrsmässig oft überlasteten, Rheinquerungen Haag–Bendern und Sevelen–Vaduz hat für die Region Werdenberg-Liechtenstein zentrale Bedeutung. Deshalb wollte sie diese in der höchsten Priorität A einordnen. Das sah der Bund allerdings anders. In der zweiten Generation des Aggloprogramms, das Ende 2018 endet, waren beide als C-Priorität enthalten, ohne Aussicht auf baldige Realisierung. Daniel Gut verhehlt nicht, dass er enttäuscht ist, dass der Bund die Brücke Haag-Bendern weiterhin als C-Priorität einstuft. Wenigstens werde die Brücke Sevelen–Vaduz nun als B-Massnahme geführt. Das erhöhe die Chance auf eine Realisierung ab 2023. «Wir machen bei beiden Projekten weiter vorwärts», verspricht Gut. So sei man bereit, wenn Bern sie auf A heraufstufe. Wenigstens habe man beim Projekt Sevelen–Vaduz nun eine zeitliche Perspektive, deshalb sehe er «das Glas als halb voll».

Gesamtsumme von rund 16,7 Millionen Franken

Für die Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein trägt der Bund von 2019 bis 2022 Verkehrs-Infrastrukturprojekte und Massnahmen im Bereich Langsamverkehr, Aufwertung und Sicherheit des Strassenraums sowie Aufwertung von Bushaltestellen mit 35 Prozent bzw. 5,87 Millionen Franken mit. Insgesamt sind es also Projekte mit Gesamtkosten von 16,8 Millionen. Konkret sollen gemäss der Botschaft des Bundes mitfinanziert werden: Attraktivitätsverbesserung Umsteigen von Zug auf Bus am Bahnhof Sevelen; Sanierung Unfallhäufungsstelle «Salez, Burstiriet». Den Schwerpunkt bildet ein Massnahmenpaket aus dem Bereich Fuss- und Veloverkehr, für das der Bund 5,5 Millionen in Aussicht stellt.

Bei der Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein soll somit der grösste Teil der Mittel in den Fuss- und Veloverkehr fliessen. Neu unterstützt der Bund nicht mehr einzelne Langsamverkehrs-Massnahmen. Agglomerationen erhalten einen Pauschalbeitrag, der auf Massnahmen aufgeteilt werden kann. So können nun auch Fuss- und Veloverkehrs-Massnahmen in Liechtensteiner Gemeinden finanziell unterstützt werden. Das macht für Daniel Gut Sinn, denn Massnahmen auf einer Rheinseite hätten positive Auswirkungen auf der anderen.

Bis Ende 2018 wird zweite Agglo-Generation realisiert

Bis Ende 2018 läuft die Realisierungsphase der zweiten Programmgeneration, in welcher der Bund mit einem Satz von 35 Prozent und einer Summe von 7,8 Milionen Franken die vorgesehenen A-Massnahmen der Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein unterstützt.

Als Beispiele dafür nennt der Verein: Entwicklung Bahnhofsgebiet Buchs, Betriebs- und Gestaltungskonzept Staatsstrasse Grabs und St. Galler-/Churer-strasse Buchs, aus dem Bereich Langsamverkehr die Behebung von Schwachstellen und Sanierungen, neue Rheinbrücke und Veloparkierungsmöglichkeiten, aus dem Bereich Verkehrsmanagement die Dosierung von Zufahrten zum Regionalzentrum.

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

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