WERDENBERG: Komposition verblüffte das Publikum

Das Eröffnungskonzert war am Tag danach noch in aller Munde. Die Leistungen fanden Anerkennung.

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«Wir suchen das Schöne», sagte die künstlerische Leiterin Mirella Weingarten zur Eröffnung der 6. Schlossmediale mit dem Thema Idylle. Dieses Thema wird an der Schlossmediale fast schon in Perfektion erfüllt. So zumindest stellten sich die Aufführungen und Angebote in den ersten Tagen passend dar.

Was ist eigentlich Idylle, kann man sich dabei Fragen. Schlicht und einfach gibt der «Duden» die Antwort: «Es ist besonders die Schilderung von Hirten- und Schäferszenen, in lyrischer und epischer Dichtung und in der Malerei.»

Dieser Aufgabe haben sich, wie Mirella Weingarten zur Begrüssung der Eröffnung sagte, etwa 50 Künstler der Schlossmediale gestellt. «Sie geben dazu verschiedene Antworten, in der Musik in der oft die Sehnsucht nach Idylle zu hören ist; häufig schwingt das Thema Heimat mit und in der Ausstellung gibt es viele Perspektiven auf die Idylle – zum Beispiel mit Schwerpunkt auf die künstlerische Gestaltung von Holz.»

Idylle hat unterschiedliche Bedeutungen

Wie ein roter Faden zieht sich die Idylle durch die Schlossmediale. Idylle muss nicht kitschig sein. Idylle hat für jeden Menschen eine unterschiedliche Bedeutung. Das Programm der Schlossmediale gibt hier eine Antwort auf «Idylle» mit allen Facetten.Das Auftragswerk der Schloss­mediale Werdenberg «Stillleben» – komponiert von Michael Wertmüller, Schweizer Schlagzeuger und Komponist und vorgetragen vom international bestens bekannten Mandelring Quartett aus Deutschland, versetzte das Publikum in Sprachlosigkeit. Die Uraufführung war ein voller Erfolg – ohne Wenn und Aber. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagte eine Besucherin. «Wie ist es überhaupt möglich eine derartige – um nicht zu sagen sensationelle, einzigartige Komposition zu schreiben.»

Herausragendes Konzert mit herausragenden Künstlern

Die Fassungslosigkeit wurde durch die instrumentalische Umsetzung des Werkes durch das Madelring Quartett noch verstärkt. «Wie ist es überhaupt möglich ein derart herausforderndes Stück zu spielen?», staunten die Gäste. Es ist möglich, das bewies das Mandel- ring Quartett in höchster Vollendung.» Es schien als ob der Komponist Michael Wertmüller das Werk einzig für die Musiker des Mandelring Quartetts geschrieben hätte. Ob sich je ein weiteres Quartett an dieses Werk herantraut? Als Laie wagt man zu sagen: Dieses Stück ist un­möglich zu spielen. Und doch haben es die Gäste beim aus- verkauften Konzert am Frei- tagabend hautnah erlebt – mit grosser Freude, aber teils mit Gänsehaut, aus lauter Ehrfurcht. (bey)