WERDENBERG: Hirschbestand stabilisiert

Der Hirschbestand im Werdenberg konnte stabilisiert werden. Dennoch ist es weiterhin wichtig, das hohe Abschussziel zu erreichen. Die Hirschjagd wurde verlängert.

Katharina Rutz
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Die Jagd auf den Rothirsch wurde im Werdenberg und Obertoggenburg bis Ende Jahr verlängert. (Bild: Michel Canonica)

Die Jagd auf den Rothirsch wurde im Werdenberg und Obertoggenburg bis Ende Jahr verlängert. (Bild: Michel Canonica)

Katharina Rutz

Die Hirsche werden jedes Frühjahr mittels einer Scheinwerfertaxation gezählt. Bei dieser Zählung konnte für das Werdenberg in den letzten drei Jahren eine Stabilisation des Hirschbestandes festgestellt werden. «Zuvor hat sich der Hirschbestand innert zehn Jahren verdreifacht», sagt Dominik Thiel, Leiter des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (Anjf) des Kantons St. Gallen. Dominik Thiel sieht die Stabilisation als Teilerfolg an, strebt aber eine Reduktion des Hirsch­bestandes an.

Schäden am Wald vorbeugen

Dies, um das Risiko von grossen Schälschäden im Wald in einem schneereichen und kalten Winter zu minimieren. Deshalb wurden die Werdenberger Jäger in den letzten drei Jahren mit einem hohen Abschussziel stark gefordert. Dieses Jahr muss die Rothirsch-Hegegemeinschaft 1, zu der das Werdenberg und das Obertoggenburg gehören, 443 Stück erlegen. Den Werdenberger Revieren fällt mit einem Abschussziel von 303 Hirschen der Löwenanteil zu. Da dieses Ziel bis heute, dem eigentlichen Jagdende auf Hirsch, Gams und Reh, nicht erreicht werden konnte, hat das Anjf die Jagd auf den Hirsch bis zum 31. Dezember verlängert. Die Jäger dürften das Ziel dennoch kaum erreichen. «Die Differenz zum Abschuss-Soll ist zu gross», so Thiel.

Nennenswerte Waldschäden wurden dem Anif jedoch in den letzten Jahren keine gemeldet. «Einzelne geschälte Bäume kommen immer wieder vor, das ist aber nie gänzlich zu verhindern, auch mit einem deutlich tieferen Bestand nicht», sagt Dominik Thiel. Vereinzelt gebe es auch Meldungen, wenn eine grössere Anzahl Hirsche auf den Wiesen fressen. «Entschädigungen in diesem Fall erlaubt aber das Jagdgesetz nicht», stellt Dominik Thiel klar. 3