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WERDENBERG: Harfen und Jazztrompeten

An mehreren Plätzen im Städtli zeigten am Sonntag die Gewinner des Schweizerischen Jugendmusik-Wettbewerbs ihr beachtliches Können.
Pius Bamert
Feines Harfenspiel, aber mit viel Kraftaufwand. Salome Flammer, Tabita Susanna Nicolas (Lehrerin) und Amelie Mannoschöck (von links). (Bild: Pius Bamert)

Feines Harfenspiel, aber mit viel Kraftaufwand. Salome Flammer, Tabita Susanna Nicolas (Lehrerin) und Amelie Mannoschöck (von links). (Bild: Pius Bamert)

Pius Bamert

redaktion@wundo.ch

Städtli Werdenberg. Vor dem Tourist-Infobüro eine Menge ­Regenschirme. Drinnen im «Zufluchtsort» stehen sich die Zu­hörer auf die Füsse. Salome Flammer und Amelie Mannoschöck spielen Harfe. Ihre Lehrerin Tabita Susanna Nicolas gibt noch fast «mütterliche» Ratschläge. Der feine Klang eines der wohl ältesten Instrumente berührt. Nach klassischer Musik unerwartet «My Way» (Frank ­Sinatra). «Momol, dia Maitle könns», so eine begeisterte Zuhörerin. Weiter geht’s mit der musikalischen «Eroberung» des Schlosses. Vom Kindergarten her dunkle, warme Alphornklänge. Das Musikstück «Am Waldrand», eine Komposition von Kurt Rothenberger, passt auch. Oben, auf der Eingangstreppe zur Burg, begrüssen Joel Guntli und Sarah Wachter mit ihren Trompetenklängen, Swing und Jazz-Rock.

Schöne Instrumente und schöne Stimmen

Bereits zum neunten Mal findet dieser kulturelle Anlass im Städtli statt, allerdings heuer das erste Jahr in Zusammenarbeit mit der Musikschule Werdenberg. Dennis Mungo, Leiter der Musik­schule Werdenberg, und Mirella Weingarten vom Betrieb Schloss Werdenberg freuten sich sicht­lich am grossen Publikumsaufmarsch. Und die Preisträger des Schweizerischen Jugendmusik-Wettbewerbs haben heute ihre Bühne. Geremia Lanini spielt sich mit «Morceau de concert» in die Herzen der Zuhörer. Auf seinem Horn, begleitet von Klavier, einfach meisterhaft. Leonardo Bizzotto, Julia Silvana Graf und Gabriella Smart haben sich dem ­Fagott verschrieben. Von Johann Sebastian Bach blasen sie «Eight Trios for Three Bassons» und eine Polka aus «Sechs Stücke für Fagott». Fagott, schon alleine das Instrument zu sehen ist Musik. Die Farbe des Instruments aus Ahornholz glänzt im Scheinwerferlicht. Der Klang ist dunkel, warm und süss.

Dem Sänger Jonathan Kionke wurde der Gesang gegeben, aber er musste sicher viel an seiner Stimme arbeiten. «Bruucht halt mängmol scho viel Iisatz, isch nüd immer lieacht» so ein «Preisempfänger». Von Franz Schubert singt Kionke das Ständchen aus «Schwanengesang», aus «Die schöne Müllerin» das Lied der «Forelle» und Lieder von Robert Schumann.

Der Schweizerische Jugendmusik-Wettbewerb wird seit 1975 durchgeführt. Als Gerd Albrecht, der damalige Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters Zürich, den Schweizerischen Jugendmusik-Wettbewerb ins Leben rief, stand dabei eine Idee im Vordergrund: Musikalisches Talent braucht eine Plattform. Ebenso wie in Österreich und in Deutschland, sollte auch den Schweizer Jugendlichen die Möglichkeit ge­geben werden, sich den Herausforderungen eines musikalischen Wettbewerbes zu stellen. Seine Idee war, mit einem nationalen Musikfest einen professionellen Rahmen zu schaffen, in dem jugendliche Talente vor einem interessierten Publikum und renommierten Juroren zeigen können, was in ihnen steckt, und erfahren können, wo sie im nationalen Vergleich stehen. Über die Jahre hinweg hat sich der Schweizerische Jugendmusik-Wettbewerb zum grössten nationalen Musikwettbewerb für jugendliche Amateure entwickelt. Jedes Jahr nehmen weit über 1000 musikbegeisterte Jugendliche teil.

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