WERDENBERG: Grünes Licht für den Kauf

Am 20. November lief die Frist für das fakultative Referendum zum Kauf der zwei Liegenschaften im Städtli Werdenberg 40 und 41 ab. Die Gebäude gehören zukünftig der Gemeinde Grabs.

Mengia Albertin
Merken
Drucken
Teilen
Das Haus Nummer 40 im Werdenberger Städtli …

Das Haus Nummer 40 im Werdenberger Städtli …

Mengia Albertin

mengia.albertin@wundo.ch

Während der 40-tägigen Frist wurde kein Referendum gegen den Kauf der zwei Liegenschaften im Städtli Werdenberg 40 und 41 ergriffen. Damit werden die zwei lokalhistorisch wertvollen Bauten für 1 Million Franken an die Gemeinde Grabs verkauft. Der Preis liegt unter dem Verkaufswert, wie der W&O bereits berichtete.

Das «Rote Haus» mit der Nummer 41 ist das Geburtshaus von Moralphilosoph und Staatsrechtler Carl Hilty. Auf einer an der Liegenschaft angebrachten Tafel ist er für Passanten folgendermassen beschrieben: Professor für Staats- und Völkerrecht an der Universität Bern, erster Vertreter der Schweiz am Internationalen Gerichtshof Im Haag, Nationalrat, Oberauditor der Schweizerischen Armee, poli­tischer Denker, verantwortungsbewusster Kulturkritiker, Moralschriftsteller und christlicher Laienprediger. Über mehrere Generationen befand sich das historisch äusserst wertvolle Gebäude im Besitz eines Zweiges der Familie Hilty. «Am Behördenforum Anfang November hat sich ein Einwohner über die Nutzung der Gebäude durch die Politische Gemeinde Grabs informiert», sagt der Gemeindepräsident von Grabs, ­Niklaus Lippuner. Ansonsten ­seien keine Reaktionen zum geplanten Kauf der beiden Liegenschaften an die Grabser Gemeinde gelangt.

Nutzung der Liegenschaften noch offen

Was mit den beiden Häusern geschieht, ist laut Lippuner noch nicht klar. «Die jetzige Eigen­tümerin bewohnte bis anhin das Geburtshaus von Carl Hilty selbst, wenn sie im Werdenberg war. Die Räumung des Hauses befindet sich momentan in der Endphase», sagt Lippuner. Das zweite Gebäude ist bereits geräumt. «Die Häuser werden vermutlich im Dezember gekauft», sagt der Gemeindepräsident. Das werde noch mit der jetzigen Eigentümerin verhandelt. Dann erst werde der Gemeinderat zusammensitzen und Ideen für die Nutzung des Gebäudes sammeln. Die beiden Liegenschaften 40 und 41 befinden sich in einem guten Zustand. Es bestehe zurzeit kein Sanierungsbedarf.