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WERDENBERG: Eindrücklicher Spaziergang durch die Musik

Zwölf Jugendliche aus Deutschland und der Schweiz haben die 3. Sommerakademie auf dem Schloss mit viel Freude und grossem musikalischen Erfolg absolviert. Den Höhepunkt bildete ein genussvolles Konzert.
Diese junge Teilnehmerin der Sommerakademie aus dem bernischen Schwarzenburg ist bereit für ihren Auftritt. (Bild: Heidy Beyeler)

Diese junge Teilnehmerin der Sommerakademie aus dem bernischen Schwarzenburg ist bereit für ihren Auftritt. (Bild: Heidy Beyeler)

Während einer Woche stand das Schloss Werdenberg mit seinen verschiedenen Räumen im Fokus der jungen Musizierenden im Alter von 8 bis 18 Jahren. Sie zogen – ausgerüstet mit Geigen, Cello, Kontrabass und Hackbrett – in die alten Gemäuer ein.

Sie bearbeiteten unter Begleitung der erfahrenen Geigerin und Musikpädagogin Julia Prigge aus Berlin und des jungen Hackbrettspielers Komalé Akakpo aus Bayern ein reichhaltiges Repertoire. Es reichte von Appenzeller Streichmusik über Volksmusik bis hin zu klassischer Musik.

Den Klängen auf die Spur gegangen

Dabei gingen sie auch auf Erkundungstour, um den Klängen auf die Spur zu kommen. In den verschiedenen Gemächern im Schloss entdeckten sie, dass jeder Raum individuelle Klänge an den Tag bringt. Das war für sie spannend. Dass die jungen Musikerinnen und Musiker nicht nur gut musizieren, sondern auch singen und tanzen können, bewiesen sie dem Publikum am Abschlusskonzert auf unverkrampfte Weise. Mit einer lüpfigen Appenzeller Volksweise wurden die Konzertbesucher am Samstag im Treppenaufgang des Schlosses begrüsst. Dies wurde mit freudigem Applaus quittiert. «Wir werden jetzt auf einem musikalischen Spaziergang erleben, was die jungen Musikanten in der vergangenen Woche erarbeitet haben», sagte Julia Prigge bei der offiziellen Begrüssung. Die Gruppe habe gemeinsam erlebt, Musik, Natur und Stimmung einzuatmen. Es sei geradezu eine Verlockung, mit den jungen Musikern durch die verschiedenen Räume des Schlosses zu gehen, um die Musik aus verschiedenen Epochen zu erleben, betonte Prigge.

Von der Appenzeller Volksmusik ging es in Richtung Balkan; man kann die nun folgenden Klänge auch temperamentvolle, gefühlsbetonte Zigeunermusik nennen. Der Applaus war fulminant. Danach wurde klassische Kammermusik und aufmunternde Tanzmusik serviert. Neu einstudiert hatten in diesem Jahr die zwölf Sommerakademie-Absolventen ein Stück, das Komalé Akakpo als «bayrisch/schottisch»-Version einordnete und mit dem Titel «Rehragout» vorstellte. Zuerst wurde dieses Stück musikalisch und gesanglich als bayrisches Schmankerl vorgetragen. Im zweiten Rundgang wurde zu dieser Musik auch noch getanzt, wie es bei traditionellen Volksfesten heute noch üblich ist. Das war eine erheiternde Vorstellung zur Freude des Publikums. So hat wohl das Volk vor vielen Jahrhunderten auch Einzug in das Schloss Werdenberg gehalten.

Dass in den uralten Gemäuern die jungen Streicher auch neue, experimentelle Musik darboten, bereitete Thomas Gnägi, Museumsleiter Schloss Werdenberg, besondere Freude. «Es war eine wunderbare Woche, während der das Schloss ganz anders erklang – in welcher jeder Raum begrüsst und ausprobiert wurde. Das hat mir als Museumsleiter besonders gefallen. Hier wurde nicht nur alte Kunst präsentiert; junge Kunst hat hier auch einen Platz gefunden.» Danach übergab Gnägi den zwölf erfolgreichen Sommerakademie-Teilnehmenden die Zertifikate.

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

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