WERDENBERG: Ein Jubiläum und zahlreiche Besucher

16500 Personen erreichte das Programm 2016 des Kunst- und Kulturschlosses Werdenberg. Mit dem Erfolg in der ersten Saison nach der Wiedereröffnung zeigt sich der Verein Schloss Werdenberg zufrieden.

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Im Zuge der Sanierung entdeckt: 300 Jahre alte Wandmalereien in der Vögtestube. (Bild: Urs Bärlocher)

Im Zuge der Sanierung entdeckt: 300 Jahre alte Wandmalereien in der Vögtestube. (Bild: Urs Bärlocher)

Im Rückblick auf die Saison wird von der «Strahlkraft auch über die Region hinaus» geschwärmt: Das abwechslungsreiche Programm reichte vom Fünf-Jahr-Jubiläum der Schlossmediale Werdenberg über den Mittelaltertag, das Erzählkunstfestival und die Reihe Kultur im Bistro bis hin zur Ausstellung regionaler Künstler im Schloss.

Die Statistik weist knapp 16500 Personen aus, die das Schloss und die Museen nutzten. 8783 davon besuchten die Museen Werdenberg, von diesen nahmen 714 an einer der 225 Führungen teil. Mit insgesamt 4500 Besuchern verzeichneten die Veranstaltungen im Schloss einen erheblichen Zuwachs zum Vorjahr, wie es weiter heisst.

Schloss von immer mehr Menschen genutzt

Das Schloss Werdenberg ist auch für private Veranstaltungen beliebt, an denen 3168 Personen teilnahmen. Im zu Ende gehenden Jahr war der Hochzeits-Terminkalender nahezu ausgebucht, und auch für 2017 sind schon zahlreiche Termine dafür vergeben. Auch Apéros, Sitzungen, Firmenfeiern und Weihnachtsessen wurden vom Schloss beherbergt. Geschäftsleiter Kurt Scheidegger zieht eine positive Jahresbilanz: «Es ist für das Kunst- und Kulturschloss Werdenberg von grosser Bedeutung, dass wir bei den Besucherzahlen für Anlässe leicht, bei denen der Veranstaltungen erheblich zulegen konnten.» Einzig bei der Zahl der Museumsbesucher gebe es im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Einbusse. Diese führt er aber vor allem auf die vielen Besucher zurück, die 2015 an den Tagen der offenen Tür bei der Neueröffnung der Museen teilgenommen hatten.

Besondere Funde ans Licht gebracht

Schloss und Museen Werdenberg blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2016 zurück, aus dem in der Mitteilung eines in Erinnerung gerufen wird: «Vieles wurde neu erfunden und eingerichtet, vieles weitergeführt und verfeinert», heisst es dazu. Das Jahresthema Häutungen habe sich in mannigfaltigen Schattierungen gezeigt.

Im Rahmen der Sonderausstellung «Eingemauert und übermalt» gab es von April bis Juli 2016 einige sehr besondere Funde zu entdecken, die im Zuge der Sanierung ans Tageslicht gekommen waren, zum Beispiel die 300 Jahre alten Wandmalereien in der Vögtestube und das 500 Jahre alte Schuhpaar, das man in der Schlossküche entdeckt hatte.

Sehr gefragt sei das Programm für Kinder und Jugend­liche gewesen, berichtet ­Museumsleiter Thomas Gnägi: «Dass dieses Jahr über 70 Schulklassen das Vermittlungsangebot dazu nutzten, ein paar Schulstunden ausserhalb des Schulzimmers an Ort und Stelle des historischen Geschehens zu gestalten, stimmt für die Zukunft zuversichtlich.»

Fünf-Jahr-Jubiläum der Schlossmediale Werdenberg

Dem Jahresthema Häutungen widmete sich auch die Schlossmediale Werdenberg von 13. bis 22. Mai und feierte ihr Fünf-Jahr-Jubiläum: 2286 Besucher erlebten das Jahresthema in Konzerten, Performances und der Ausstellung «Häutungen» auch als Sinnbild für Neuanfänge und Verwandlungen. Erstmals seit mehr als 50 Jahren konnte man 2016 sogar wieder im Schloss übernachten: Knapp 30 Menschen nutzten diese Gelegenheit und erlebten die uralten Mauern aus einer ganz neuen Perspektive.

«Das Programm hat in seiner Vielfalt auch eine Vielfalt von Menschen angelockt. Es ist für mich immer eine grosse Freude, zu sehen, wie sich Publikum und Künstler verschiedenster Sparten mischen», zieht die künstlerische Leiterin der Schlossmediale. Für Geschäftsleiter Kurt Scheidegger hat sich die Schlossmediale «mit seinem aussergewöhnlichen, für die einzigartigen Räume des Schlosses Werdenberg massgeschneiderten Programm in der Region bestens etabliert».

Kultur im Bistro, die Ver­anstaltungsreihe im Bistro im Schlosshof, hat sich 2016 als regionaler Kulturtreffpunkt etabliert, wie es in der Mitteilung heisst.Seit November hat das Bistro erstmals während der Winterpause von November bis März geöffnet, jeweils am Donnerstag- und Freitagnachmittag sowie tagsüber am Wochenende. (pd)