WERDENBERG: Die regionalen Mitteparteien formieren sich

Vertreter der Kreisparteien GLP, EVP, BDP und CVP haben sich vergangene Woche getroffen, um über eine Form der Kooperation zu beraten. Es geht dabei nicht um eine Fusion, sondern um gemeinsame Auftritte.

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Werdenberger Parteispitzen trafen sich: Francesco Müller (GLP), Hans Oppliger (EVP), Urs Scherrer (GLP), Barbara Dürr (CVP), Christoph Steuble (CVP) und Jan Bischof (BDP, von links). (Bild: PD)

Werdenberger Parteispitzen trafen sich: Francesco Müller (GLP), Hans Oppliger (EVP), Urs Scherrer (GLP), Barbara Dürr (CVP), Christoph Steuble (CVP) und Jan Bischof (BDP, von links). (Bild: PD)

Um der politischen Mitte inskünftig mehr Gewicht und Präsenz in der Öffentlichkeit zu verleihen, trafen sich kürzlich Vertreter der Kreisparteien der GLP, EVP, BDP und CVP zu einem ­ersten Austausch. Angeregt wurde das Treffen von der CVP, wie Christoph Steuble, Präsident der CVP Werdenberg, gegenüber dem W&O erklärte.

Nach Meinung aller Anwesenden seien in den vergangenen Jahren vor allem die politische Rechte und Linke in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden, nicht aber die Mitte, welche sich immer für konstruktive und zukunftsorientierte Lösungen in der Politik engagiere, heisst es in der gemeinsamen Medienmitteilung nach diesem Treffen. Und weiter: «Das mag einerseits daran liegen, dass polarisierende Parteien besser mobilisieren können, andererseits aber auch daran, dass es bis anhin keine geschlossene Mitte gibt.» Diesem Umstand soll zumindest im Wahlkreis Werdenberg Abhilfe geschaffen werden, «zumal sich die Mitteparteien in viererlei Sachfragen nahestehen und in vielen Sachgeschäften ein Konsens herrscht.»

Noch sind die vier Parteien erst dabei, sich zu formieren, ­darum kann noch nicht viel ­Konkretes über die Kooperation gesagt werden. Natürlich bleiben die Parteien auch weiterhin eigenständig. Es werden aber ­gemeinsame politische Auftritte und Anlässe geplant. Gemäss Christoph Scheuble soll es in diesem Jahr zwei davon geben. Die Treffen von Vertretern der GLP, EVP, BDP und CVP sollen regelmässig stattfinden und jedes Mal von einer anderen Partei organisiert werden.

Als Beispiel dafür, dass sich die Mitteparteien in vielen Sachfragen einig sind, nennen die ­Parteivertreter das revidierte Energiegesetz, welches am 21. Mai vors Stimmvolk gebracht wird. Unisono wurden hier die Ja-Parolen beschlossen. Man ist sich ­einig, dass die Vorlage hilft, die Energieeffizienz zu erhöhen und die erneuerbaren Energien zu fördern. Die Mitteparteien im Werdenberg wollen in Zukunft ihre gemeinsamen politischen Ansichten auch mit mehr Nachdruck in die Öffentlichkeit hinaustragen. Hierzu ist mit dieser Zusammenkunft der erste Schritt getan. (pd/she)