WERDENBERG: 32 Prozent Einpersonenhaushalte

Die Zahlen 2015 zu den Privathaushalten im Kanton St. Gallen sind publiziert. Im Kanton wie auch im Kreis Werdenberg ist die Zahl der Einpersonenhaushalte und jene der Paare ohne Kinder steigend.

Heini Schwendener
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1 (Bild: Heini Schwendener)

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Heini Schwendener

Die kantonale Fachstelle für ­Statistik hat die Zahlen zu den Privathaushalten im Kanton St. Gallen per 31. Dezember 2015 publiziert. Die Anzahl der Privat- haushalte im Kanton ist im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf 212814 gestiegen. Die durchschnittliche Haushaltsgrösse beträgt 2,3 Personen und ist seit mehreren Jahren unverändert.

Die durchschnittliche Grösse eines Haushalts im Kreis Werdenberg blieb in den vergangenen Jahren ebenfalls konstant. Sie liegt mit 2,4 Personen leicht über dem kantonalen Durchschnitt. Von 2014 bis 2015 ist die Zahl der Privathaushalte der ständigen Wohnbevölkerung im Werdenberg von 15545 auf 15732 gestiegen.

Zweipersonenhaushalte sind am häufigsten

Interessant ist, wie sich die Menschen zusammensetzen, die in diesen 15732 Haushalten Ende 2015 wohnten. Kantonsweit sind zwei Drittel Ein- oder Zweipersonenhaushalte. Das Werdenberg weicht hier kaum ab, 32 Prozent waren Einpersonen- und 33,2 Prozent Zweipersonenhaushalte. Zweipersonenhaushalte kommen im Werdenberg am häufigsten vor (vgl. Tabelle).

Die Fachstelle für Statistik listet auch die Zusammensetzung nach Staatsgehörigkeit auf. In 10336 der 15732 Werdenberger Haushalten lebten nur Schweizer und Schweizerinnen, der Anteil beträgt somit 65,7 Prozent. Vor drei Jahren war der Anteil der Haushalte mit nur Schweizer Staatsangehörigen mit 67,9 Prozent noch höher. Zum Vergleich: 2015 lebten im ganzen Kanton St. Gallen in 155750 Haushaltungen nur Schweizer Staatsangehörige, das entspricht einem Anteil von 73,2 Prozent.

Starker Wandel seit 1980

Vergleicht man die zahlenmässige Verbreitung der verschiedenen Haushalte über die Jahre hinweg, ist ein Wandel auszumachen. Die Fachstelle für Statistik hält zu den kantonalen Zahlen fest: «Der Anteil der Einpersonenhaushalte stieg von 27 Prozent im Jahr 1980 auf rund 34 Prozent im Jahr 2014. In etwa gleichem Ausmass stieg der Anteil der Paare ohne Kinder. Entsprechend sank der Anteil der Haushalte von Paaren mit Kind(ern) von über 40 Prozent im Jahr 1980 auf 30 Prozent im Jahr 2014.»

Im Kreis Werdenberg unterscheiden sich die aktuellen Zahlen nicht von jenen des Kantons. In jedem vierten Privathaushalt lebten 2015 Erwachsene mit einem oder mehreren Kindern (Personen unter 18 Jahren).

Im Werdenberg gibt es wenig Grosshaushalte. In 62,7 Prozent aller Privathaushalte lebt nur eine Generation. Zwei- oder gar Dreigenerationenhaushalte werden immer seltener.