Wer sind denn die Talente von morgen?

Die Werdenberger Wirtschaftstagung widmet sich also den Talenten von morgen. Männer reden, erläutern ihre Visionen, sie diskutieren, sie präsentieren sich – die beiden Frauen dürfen moderieren und singen.

Drucken
Teilen

Die Werdenberger Wirtschaftstagung widmet sich also den Talenten von morgen. Männer reden, erläutern ihre Visionen, sie diskutieren, sie präsentieren sich – die beiden Frauen dürfen moderieren und singen. Was wird hier für ein himmeltrauriges Bild vermittelt? Selbst wenn diese Männer in ihren Referaten auch die Frauen einbeziehen: Alleine die Tatsache, dass nur Männer sprechen, zeigt den Frauen, wer und was sie sind und was man ihnen zutraut. Nicht gerade viel. Das Signal, das da textlich und bildlich (fünf Männer – Gilbert Gress, Simon Ammann, Thomas Bräm, Hubert Hürlimann, Martin Sulser) ausgesendet wird: Die Talente von morgen sind männlich. Frauen haben in dieser Zukunft keinen Platz. Frauen sind etwas fürs Ohr, etwas fürs Auge, ein bisschen Auflockerung der Männerrunde. Aber in der Wirtschaft etwas leisten können und wollen? Ehrgeizig und zielstrebig sein? Visionen haben? Verantwortung übernehmen? Nein, liebe Frauen, das ist dann schon Männersache.

Talente von morgen sollten motiviert und angespornt werden. Es sollte ihnen Mut gemacht werden. Sie sollten daran glauben, dass ihnen die Welt offen steht. Der Hälfte dieser zukünftigen Talente schlägt die Werdenberger Wirtschaftstagung die Tür vor der Nase zu. Motivation geht anders. Ernst nehmen auch. Bleibt die Frage, wer an dieser Veranstaltung als fleissige Helfer im Hintergrund tätig ist. Ich tippe auf viele Helferinnen. Und ich wünsche mir eine Zukunft, in die alle mit einbezogen werden.

Alice Gabathuler

Bleichestr. 28, 9470 Werdenberg

Er soll seine Arbeit weiterführen können

Es läuft einiges in unserem Dorf Sevelen. Der Briefkasten wird mit Zeitungen und Glanzprospekten gefüttert. Unruhe herrscht. Spannung liegt in der Luft, Artikel werden verfasst. Es wird diskutiert, abgewogen. Wer soll unser Kapitän sein? Wohin will er uns führen? Soll ein Wechsel stattfinden? Macht es der «Neue» besser als der «Alte»?

Der Herausforderer Mirco Rossi ist jung, dynamisch und mutig. Er sieht sich als Chef, der durchaus in der Lage sei, für die Gemeinde Sevelen 24 Stunden im Einsatz zu stehen. Roland Ledergerber will sein Amt gerne weiterführen und Projekte abschliessen. Über Fehler, die seinerseits gemacht wurden, wird gerne geredet, von Altlasten, die er aus früheren Jahren zu übernehmen hatte, kaum.

Mein Entscheid, Roland Ledergerber als Gemeindepräsident wieder zu wählen, ist mit dem Wunsch verbunden, dass er seine Arbeit weiterführen soll, gemachte Fehler erkennt und gewillt ist in Offenheit und Achtung das gegenseitige Vertrauen im Rat und in der Bevölkerung zu fördern und zu pflegen. Sevelen, ein Dorf wo man gerne lebt, das wünsche ich uns allen.

Fritz Schneider

Guschastr. 18, 9475 Sevelen

Aktuelle Nachrichten