Wenn jede Sekunde zählt

Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann besuchte in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag mit ihren Ratskollegen Willi Haag und Martin Klöti das Spital Grabs.

Heidy Beyeler
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Claudia Siegrist, Institutionsleiterin (links), freut sich über die Spende von Claro, vertreten durch Anita Frei (rechts). (Bild: Johanna Senn)

Claudia Siegrist, Institutionsleiterin (links), freut sich über die Spende von Claro, vertreten durch Anita Frei (rechts). (Bild: Johanna Senn)

GRABS. In ihrem Präsidialjahr wählte Heidi Hanselmann das Motto «Nachtein-nachtaus, damit tagein-tagaus alles funktioniert» und besucht verschiedene Dienstleister, deren Mitarbeitende auch nächtens im Dienst der Bevölkerung stehen. Häufig ist nicht bewusst, dass manche Frau und mancher Mann während der Nacht arbeitet, damit die Menschen beispielsweise ihr frisches Brot, ihre Post oder ihre Zeitung rechtzeitig bekommen.

Die Polizei ist ebenfalls rund um die Uhr im Einsatz, genauso wie der Notfalldienst in den Spitälern, die Ärzte oder die Feuerwehr, deren Mitglieder zum Schutz der Bevölkerung auf Pikett sind oder jene Mannen, die gerade zur Winterszeit bei starken Schneefällen mitten in der Nacht für eine gute Fahrt zum Arbeitsplatz sorgen.

Jede Sekunde zählt

Der Tross mit Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann und den beiden Vorstehern Martin Klöti (Departement des Innern) und Willi Haag (Baudepartement) an der Spitze starteten im Zentrumsspital St. Gallen und erreichten das Spital in Grabs um Mitternacht. Auf der Notfallstation war zu dieser Zeit viel los, so dass die dort diensthabenden Mitarbeitenden gerade keine freie Minute hatten, um die Besucher zu begrüssen. Also ging es weiter in die Abteilung Schlaganfall – genannt Stroke Unit. Die Delegation konnte bereits im Kantonsspital St. Gallen über eine Live-Schaltung zum Spital Grabs den typischen Weg eines Schlaganfallpatienten über den Notfall bis zur Einweisung in die Intensvipflegestation verfolgen. Martin Klöti zeigte sich begeistert. Die Technik hat mich sehr beeindruckt. «Fasziniert hat mich speziell das hochprofessionelle und eingespielte Netzwerk der Spezialisten, die ihren Einsatz abstimmen und die Weiterbehandlung nach der Erstintervention koordinieren. Immerhin zählt bei einem Schlaganfall jede Sekunde.»

Eins zu eins wurden die Gäste im Spital Grabs von Chefarzt Yves Crippa, Chefarzt Innere Medizin, und Assistenzarzt Cedric Pulver sowie der Pflegefachfrau Melanie Kessler über einen aktuellen Fall unterrichtet, der dank des raschen Handelns und der entsprechenden Interventionen glimpflich verlief. Zwar war die Patientin vom Regionalspital Grabs – im Rettungswagen – bereits auf dem Weg ins Kantonsspital St. Gallen, als sich ihr Gesundheitszustand derart verbesserte, dass sie von St. Gallen unmittelbar zurück nach Grabs verbracht werden konnte, wo Heidi Hanselmann sie zu mitternächtlicher Stunde persönlich begrüssen und gute Genesung wünschen konnte.

Ungeplanter Kaiserschnitt

Bei der Besichtigung der neuen Intensivstation Grabs konnten sich die Besucher davon überzeugen, welch wichtige Rolle diese Station nach Notkaiserschnitten spielt. Mitten in der Besuchsnacht musste ein Baby per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden. Dort gibt es ein separates Zimmer, das für allfällige Kaiserschnitt-Patientinnen reserviert ist, wo nach dem operativen Eingriff Mami mitsamt dem Baby die ersten Tage betreut werden können. Willi Haag war angetan von der modernen Intensivstation. «Damit kann eine gute Gesundheitsversorgung gewährleistet werden. Deshalb freut es mich in besonderem Masse, dass die Stimmbürger zu den sechs Bauvorlagen für eine zeitgemässe Infrastruktur kürzlich grünes Licht gegeben haben.» Kurz nach 1.30 Uhr zog die Delegation von Grabs Richtung Walenstadt. Dort wurden Akutgeriatrie, Notfallstation und Gebärabteilung besucht.

Chefarzt Yves Crippa erklärt den Besuchern, was passiert, wenn es zum Schlaganfall kommt, und mit welchen Methoden die hochqualifizierten Spezialisten in Grabs intervenieren. (Bild: Heidy Beyeler)

Chefarzt Yves Crippa erklärt den Besuchern, was passiert, wenn es zum Schlaganfall kommt, und mit welchen Methoden die hochqualifizierten Spezialisten in Grabs intervenieren. (Bild: Heidy Beyeler)

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