Wenn Elvis mit Katy um die Häuser zieht, ist Chinderfasnacht

WILDHAUS. Im Mehrzweckgebäude Chuchitobel in Wildhaus feierten Fasnachtsbegeisterte am Samstag das zehnjährige Bestehen der Chinderfasnacht. Sogar Elvis Presley und Katy Perry erschienen zum Jubiläum.

Silvia Bollhalder
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Elvis Presley und Katy Perry begutachteten den Auftritt der Gugger. (Bilder: Silvia Bollhalder)

Elvis Presley und Katy Perry begutachteten den Auftritt der Gugger. (Bilder: Silvia Bollhalder)

WILDHAUS. Im Mehrzweckgebäude Chuchitobel in Wildhaus feierten Fasnachtsbegeisterte am Samstag das zehnjährige Bestehen der Chinderfasnacht. Sogar Elvis Presley und Katy Perry erschienen zum Jubiläum.

Fasnachtsstimmung verbreitet

Gerade rechtzeitig konnte sich die Sonne gegen die Wolken durchsetzen und bescherte den am Samstagnachmittag im Chuchitobel angerückten Fasnächtlern einen wunderschönen, sonnig-winterlichen Umzug. Eine mächtig bunte Truppe hatte zusammengefunden, um mit Hilfe der lauten Unterstützung der Lutere Gugger Obertoggenburg durchs Dorf zu ziehen und Fasnachtsstimmung zu verbreiten. Nach dem kurzen Marsch – inklusive Platzkonzert im Zentrum – kehrte man zurück zum Mehrzweckgebäude, wo es laut und lebendig weiterging. In teilweise aufwendig hergestellten Kostümen und Maskierungen tanzten die kleinen und grossen Besucher, verteilten Berge von Konfetti oder gönnten sich auch mal eine kurze Auszeit in der Kaffeestube.

Skibus-Fahrerin und Bergsteiger

Man beäugte und bewunderte gegenseitig die in scheinbar intensiver Handarbeit hergestellten Verkleidungen, für welche es tolle Preise zu gewinnen gab. Die Qual der Wahl hatte eine dreiköpfige Jury, die in den Kategorien Kinder, Erwachsene und Gruppen die Besten prämierten. Bei den Kleinsten konnte die Skibus-Fahrerin, die extra einen Stop im Chuchitobel eingelegt hatte, die Gunst der Jury für sich gewinnen, trotz scharfer Konkurrenz. Ein Roboter, ja gar ein lebendig gewordener Teebeutel, aber auch originelle tierische Kostüme erschwerten die Auswahl des Siegers. Bei den Erwachsenen überzeugte ein Bergsteiger. Seine Kostümwahl hat er wohl noch Anfang Winter getroffen, wo die Temperaturen eher frühlingshaft waren. Trotzdem zog er seine Entscheidung durch und konnte vielleicht auch ein klein wenig Mitleid erwecken, wie er in seinen kurzen Hosen tapfer durch die Kälte mitmarschiert war.

Besonders schwierig dürfte die Wahl des Siegerteams in der Kategorie Gruppe gewesen sein. In jener übertrumpfte man sich gegenseitig mit Originalität und Kreativität. Einen wahren Blickfang bescherten die bunten Vögel und schafften es dann auch auf den ersten Rang. Aber auch die Zweitplazierten, die Barbies und Kens – noch in der Verpackung eingehüllt – sorgten für Aufsehen. Aber auch die süssen Tintenfisch-Kostüme, die in kreativer Handarbeit entstanden waren – sorgten für Bewunderung. Teilweise hatten sich das Mami und der Papi zusammen mit den Kleinen richtig ins Zeug gelegt, um an der bunten Fasnachtsfeier aufzufallen.

Blaue Männlein als Nachfolge

Ebenfalls bemerkten diejenigen, die nicht zum ersten Mal die Wildhauser Chinderfasnacht besuchten, dass den bekannten Gesichtern, den fleissigen Bienchen einige blaue Männlein zu Hilfe geeilt waren. Erstere hatten jahrelang die Fasnacht organisiert und geben nun gerne das Zepter weiter an die vier Schlümpfe. Franziska Egli, Rita Elmer, Karin Jäggi und Michaela Näf werden in Zukunft das beliebte Familienfest organisieren (der W&O berichtete am 21. Januar).

Bestimmt wird das Mehrzweckgebäude auch im nächsten Jahr wieder von Indianern, Piraten, Cowboys, Prinzessinnen, Hexen, Minions, Cheerleader-Girls, entflohenen Sträflingen, bunten Clowns und Hippies, Stars wie Elvis Presley und Katy Perry oder kleinen, roten «Knorrli-Männchen» heimgesucht, um bei lustigen Spielen tolle Sachpreise und feine Leckereien abzustauben.

Im Mehrzweckgebäude in Wildhaus tummelte sich die bunte Schar.

Im Mehrzweckgebäude in Wildhaus tummelte sich die bunte Schar.

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