Wenig Aprikosen, viele Äpfel

Im Gegensatz zur schlechten Aprikosenernte verlief die Kirschenernte durchschnittlich gut, und auch die Ernte der Äpfel und Birnen hat vielversprechend begonnen.

Katharina Rutz
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REGION. Wildmuser – eine typische Werdenberger Sorte – gibt es noch keine, die Ernte beginnt nächste Woche. Doch Gala oder Elstar werden jetzt gepflückt. Auf jeden Fall bei Florian Vetsch oder Andi Gantenbein in Grabs. Bei Biobauer Mathias Tischhauser in Sevelen heissen sie Resi, Topas oder Galant – die Apfelsorten. Die Saison hat begonnen und es verspricht ein durchschnittlich gutes Apfeljahr zu werden. Zwar kein ausgezeichnetes wie letztes Jahr, aber trotzdem ein sehr gutes – darin sind sich die Obstbauern einig.

Im Durchschnitt essen die Schweizerinnen und Schweizer 16 Kilo Äpfel pro Jahr. Damit sind sie die beliebtesten Früchte der Schweiz. Rund 113 000 Tonnen Tafeläpfel können dieses Jahr geerntet werden, wie man beim Landwirtschaftlichen Informationsdienst schätzt. «Im Werdenberg sind dies zwischen 300 und 400 Tonnen», sagt Florian Vetsch, beim Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez zuständig für den Obstbau.

Hitze gut überstanden

In der Schweiz soll die Apfelernte gut werden, prognostiziert der Landwirtschaftliche Informationsdienst in einer Medienmitteilung. Im Werdenberg auch – sagen die hiesigen Obstbauern. Zwar mussten die jüngeren Bäume in den Obstanlagen im Sommer bewässert werden, ansonsten haben die Obstbäume die Hitze und Trockenheit gut überstanden. Die älteren Bäume haben wegen ihrer tiefer gehenden Wurzeln ohnehin weniger Probleme. Biobauer Tischhauser musste überhaupt nicht bewässern. Sein Boden sei eher «schwer» und der Grundwasserspiegel hoch, so dass das Wasser von den Bäumen gut erreicht werden konnte. Seine Äpfel sind deshalb auch schön gross gewachsen und das Aroma stimmt sowieso. Etwas kleinere Früchte gab es bei Andi Gantenbein. «Die Äpfel sind nicht ganz so gross, wie andere Jahre», sagt er. Familien würden allerdings die kleineren Äpfel ebenso schätzen, zumal die Qualität sehr gut sei.

Aprikosenernte schlecht

Auch die Kirschenernte war bei Andi Gantenbein diesen Sommer gut. Ein Wermutstropfen allerdings war die Aprikosensaison. «Dieses Jahr konnten wir nur rund eine Tonne ernten. Dies ist viel weniger als letztes Jahr mit sechs Tonnen Aprikosen», sagt Vetsch. ? DIE DRITTE