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Welle von zusätzlichen Rekruten rollt an

Das Rekrutierungszentrum passt sich frühzeitig der Weiterentwicklung der Armee (WEA) an. Planbar sind die Rekrutenschulen bis im Sommer 2018.
Axel Zimmermann
Bei der Rekrutierung wird die körperliche Fitness der jungen Leute getestet. (Bild: Gaetan Bally/KEY)

Bei der Rekrutierung wird die körperliche Fitness der jungen Leute getestet. (Bild: Gaetan Bally/KEY)

Zurückgedreht wird das Rad bei den Starts der Rekrutenschulen. Durch die beschlossene Weiterentwicklung der Armee (WEA) gibt es neu nur noch zwei statt drei RS-Starts jährlich. Schon im nächsten Jahr entfällt der dritte Termin. So muss der Ausfall eines Drittels der Rekrutenschulen aufgefangen werden.

Eine Welle von zusätzlichen Rekruten wird auf die verbleibenden Rekrutenschulen treffen. «Dieses System muss sich einpendeln», erklärt Oberst im Generalstab Theo Casanova, Kommandant des Rekrutierungszentrums Mels.

Temporär ist ein Ausbau nötig

«Die Kantone haben ihre Stellungspflichtigen an den Orientierungstagen bereits gut informiert», sagt Theo Casanova (Walenstadt) zum schon angelaufenen Systemwechsel. Die nach Mels aufgebotenen Rekrutierungspflichtigen wissen, welche RS-Termine bleiben und welche neu fixiert sind: Heuer startet die dritte RS wie gewohnt im Oktober; nächstes Jahr verbleiben die RS-Starts im März und Juli; ab dem Jahre 2018 starten die Rekrutenschulen jeweils im Januar und Juni. Und so wird es künftig bleiben. «Allerdings muss der Ausfall der dritten Termine vom Jahre 2017 aufgefangen werden. Deshalb braucht es temporär mehr Kapazität in den Rekrutenschulen», sagt der Kommandant in Mels zum bereits bis ins Detail geplanten Wechsel der Termine vom nächsten und übernächsten Jahr.

Wieder wie früher zeichnen sich die Sommer-Rekrutenschulen als beliebter ab als die Winter-RS. Auch dies ist eingeplant bei den Kapazitäten. «Die Rekrutenschulen sind flexibel. Bis im Sommer 2018 sind für uns die Zuteilungen planbar», gibt Casanova bekannt.

Wer seine RS aus beruflichen Gründen erst ab dem Jahre 2019 absolvieren kann, rückt entsprechend noch nicht heuer zur Rekrutierung ein. Betreffen kann dies zum Beispiel Lehrabbrecher, welche eine zweite Lehre beginnen und diese vor dem Militärdienst noch abschliessen.

Rücksicht auf Berufspläne

Oberst i Gst Theo Casanova, erst seit diesem Jahr Kommandant des Rekrutierungszentrums Mels, ist mit seinem Team auf die Neuerungen eingestellt. «Bei der Rekrutierung in Mels erhalten viele der Pflichtigen ihren RS-Wunschtermin – und viele erhalten auch ihre Wunschfunktion», sagt er aufgrund der Befragungen. «Wir haben eine sehr hohe Zufriedenheit», freut er sich. Nach wie vor «nicht so gross» sei die Freude bei Köchen, die im Militär ihren Dienst naheliegend als Truppenköche leisten – obwohl sie zur Abwechslung oft lieber eine andere Zuteilung hätten.

Die jungen Schweizer Mitbürger erlebt Casanova als offen, direkt und gut informiert. Es ist die Generation der «Technoholics», der sehr an den neusten Errungenschaften Interessierten. «Sicherheit und Stabilität sind erwünscht», erfährt Casanova in den Gesprächen mit den jungen Erwachsenen. So sei auch die Motivation, Militärdienst zu leisten, hoch.

Die Armee ist ein wichtiger Integrationsfaktor

Die Sprache der Jungen versteht der Kommandant des Rekrutierungszentrums Mels gut, denn auch zu Hause in Walenstadt hat der Familienvater intensiv mit jungen Erwachsenen zu tun. Oberst i Gst Theo Casanova bestätigt eine Volksweisheit: «Für den kulturellen Austausch über die Sprachgrenzen hinaus ist die Schweizer Armee ein sehr wichtiger gesellschaftlicher Integrationsfaktor.»

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