WEITE: «Restaurant darf nicht brachliegen»

Grill-Uelis Restaurant ist zu. Dennoch öffnet es ab und zu: Für geschlossene Gesellschaften, welche das ­Lokal mieten. Daneben konzentriert sich Ueli auf seine Metzgerei, sein Catering-Angebot und auf Grill-Kurse.

Alexandra Gächter
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Grill-Uelis Restaurant: Seit Weihnachten 2016 ist es geschlossen, doch kann es für Events gemietet werden. (Bild: Heini Schwendener)

Grill-Uelis Restaurant: Seit Weihnachten 2016 ist es geschlossen, doch kann es für Events gemietet werden. (Bild: Heini Schwendener)

Alexandra Gächter

Eineinhalb Jahre bestand Grill-Uelis Restaurant, an Weihnachten 2016 schloss es. «Ich habe meinen Geschäftspartner im Restaurant walten lassen, aber es hat nicht funktioniert», sagt der als Grill-Ueli bekannte Ulrich Bernold. Das letzte halbe Jahr habe er das Restaurant selber mit seiner Schwester geführt. «Es lief sehr gut, aber Tatsache ist, dass eine Dorfbeiz nur kostendeckend ist und nicht mehr.» Da Grill-Ueli noch andere Standbeine hat, musste er sich entscheiden. «Im Herzen bin ich Metzgermeister. Das ist meine Passion. Eine weitere Leidenschaft von mir sind die Grillkurse. Über 180 Kurse gebe ich pro Jahr. Wäre ich weiterhin im Restaurant tätig, müsste ich auf vieles verzichten.» Deshalb habe er sich gegen die Weiterführung des Restaurants entschieden.

Die Metzgerei hat Grill-Ueli Ende Februar 2016 in Betrieb genommen. «Der Verkauf ist sehr gut angelaufen. Wir haben ein sehr grosses Sortiment und ich bin sehr stolz, dass alles in Weite produziert wird.» Bereits konnten Kunden aus der weiter entfernten Region gewonnen werden. «Wir haben unser Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft, das dauert zwei bis drei Jahre», sagt Grill-Ueli. Trotz der nicht einfachen Situation sei er positiv gestimmt, dass in absehbarer Zeit noch mehr auswärtige Kunden kommen werden.

«Wir bringen den Grill, die Teller, die Stühle»

Grill-Uelis zweites Standbein ist das Catering. «Wir machen alles.» Mit «wir» meint er sein Metzger- und Cateringteam, bestehend aus fünf Personen. Wenn es nötig ist, kann Grill-Ueli zusätzlich 30 Personen im Stundenlohn anstellen. «Wir können 500 Menüs zubereiten, grillen und die Festwirtschaft übernehmen. Wir bringen den Grill, die Teller, Stühle sowie Essen und Getränke. Den Wünschen sind praktisch keine Grenzen gesetzt», so Grill-Ueli.

Das dritte Standbein ist das Event-Lokal, das ehemalige Grill-Uelis Restaurant. Das Lokal kann für etliche Anlässe gemietet werden. Seit Weihnachten 2016 steht dieses Angebot und es wird rege benutzt. «Im Januar hatten wir zehn Anlässe. Wenn man bedenkt, dass der Januar generell als schwacher Monat gilt, ist das ein sehr guter Start», sagt Grill-Ueli. Auch hier sieht der Wartauer Potenzial.

«Wir kochen wie in einem herkömmlichen Restaurant. Der Unterschied ist, man mietet das Lokal und ist somit in geschlossener Gesellschaft.» Vor allem Familien würden das schätzen, wenn sie unter sich sind. So dürfen die Kinder im Restaurant herum rennen und lärmen, wenn es ihnen danach ist. «Sie stören ja niemanden.»

Wiedereröffnung ist nicht ausgeschlossen

Grill-Ueli möchte auch in Zukunft Leben in das Restaurant bringen. «Es darf nicht brachliegen, dafür habe ich zu viel Geld investiert. Vorgesehen ist, dass wir ab April das Restaurant einmal im Monat öffnen. So könnte es zum Beispiel ein Cordon-bleu-Festival mit Musik oder etwas Ähnliches geben.

Dass es das Restaurant in der früheren Form nicht mehr gibt, findet manch ein Wartauer schade. «Viele sagen mir das, wenn sie in die Metzgerei kommen.» Ueli entgegnet jeweils: «Ich habe nie gesagt, dass Grill-Uelis Restaurant nie mehr aufgehen wird. Aber dafür bräuchte ich einen Pächter, der mit Herzblut, Freude und Engagement bei der Arbeit ist.»