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WEITE: Gutes erstes Jahr für Seilbahn Palfries

An der Versammlung der Genossenschaft Seilbahn Palfries stand das erfolgreiche erste Betriebsjahr im Fokus. Und die Zukunft bringt eine markante Ablösung: Präsident Markus Walser wird 2018 zurücktreten.
Reto Neurauter
Die neue (Tarn)-Bemalung der Palfries-Talstation erinnert an ihren ehemaligen Zweck, als die Seilbahn noch dem Militär diente. (Bild: PD)

Die neue (Tarn)-Bemalung der Palfries-Talstation erinnert an ihren ehemaligen Zweck, als die Seilbahn noch dem Militär diente. (Bild: PD)

Reto Neurauter

redaktion@wundo.ch

Seinen markantesten Hinweis hat Präsident Markus Walser aus Wangs an dieser 19. Versammlung für den Schluss aufgehoben: An der 20. Versammlung im kommenden Jahr werde er zurücktreten. Die Nachfolge sei in guten Bahnen, «und es ist wichtig, dass die Bahn in Schwung bleibt». Nachdem Hans Weidmann zehn Jahre das Amt innehatte, geht auch Walser nach zehn Jahren. Zehn Jahre, die Walser wohl einiges an Zeit und Nerven gekostet haben dürften. Mit der Gewissheit aber, dass alles gut kam: Im vergangenen Jahr nahm die Bahn ihren Betrieb auf.

Erfolg dank vieler Freiwilliger

Und wie sie in Fahrt kam. «Der Besucheransturm war enorm», betonte Walser in seinem zweitletzten Jahresbericht. Das Wetter sei auf die Seilbahn Palfries «zugeschnitten» gewesen, was die Zahlen belegen. Dank des schönen Wetters, der hohen Medienpräsenz und der hervorragenden Verfügbarkeit der Seilbahn durften 13424 Personen bergwärts und 11596 Personen talwärts befördert werden. «Nur dank der vielen Eigenleistungsstunden, alles in Fronarbeit, ist es möglich, eine Seilbahn in dieser Grösse zu betreiben», so Walser.

Das wirkte sich dann auch auf die Ertragsrechnung aus, wie Kassier Thomas Rutz (Mels) mit Freude mitteilte: Aus dem Bahnbetrieb vom 29. Mai bis 3. November sind Einnahmen von 217 888 Franken erwirtschaftet worden, «womit die dafür budgetierten Zahlen um einiges übertroffen wurden».

Neben dem guten Wetter hat auch eine weitere Teilzahlung von 80 000 Franken aus dem Lotteriefonds das gute Ergebnis beeinflusst. «Zusammen mit den Spenden beträgt der Umsatz für das vergangene Jahr 309 113 Franken», so Rutz. Der Betriebsaufwand betrug 299 235 Franken, der ausserordentliche Aufwand 4951 Franken, und der Jahresgewinn 4926 Franken.

Aufgrund des guten Geschäftsergebnisses konnte eine Rückstellung von 65 000 gebildet werden. Dieses Geld wird für künftige Investitionen zurückgestellt, so der Kassenwart, wie die Anpassung der Steuerung sowie den längerfristigen Ersatz der Steuerung.

Statutenänderung glatt über die Bühne

Diskussionslos zugestimmt haben die Anwesenden auch einer Statutenänderung. Der Zweck der Genossenschaft wird unter anderem dahingehend erweitert, dass sie auch Dienstleistungen im Gastrobereich anbieten kann.

Sollte das Betriebsresultat (nach Bildung der Rückstellungen und Reserven) positiv sein, entscheidet die Verwaltung wie bisher über die Form einer allfälligen Ausschüttung. Neu erfolgt die Verzinsung des Anteilscheinkapitals zu maximal 2,5 Prozent (bisher 6,5).

Klarer geregelt wird zudem auch, was mit einem allfälligen Liquidationsüberschuss zu geschehen hat: Er wird an eine steuerbefreite Institution mit Sitz in der Schweiz oder an das Gemeinwesen übertragen. Bisher hätte die Auszahlung für einen «gemeinnützigen Zweck» verwendet werden müssen. Neu als Revisor wurde der in Mels ausgewachsene Werner Good (Künten) gewählt. Er ersetzt Robert Pfiffner (Mels), der das Amt seit Genossenschaftsgründung innehatte. Wie Verwaltungsrat Pius Good ausführte, «ist dieser Tarnanstrich zurückhaltend erfolgt, und weisst zudem auf den ehemaligen Zweck und Besitzer hin.» Weil es sich um ein historisches Objekt handle, das vom Militär erbaut wurde, unterstehe es der Schutzverordnung. Mit einem Schmunzeln bemerkte Good, dass die Meinungen zur Bemalung «etwas auseinandergehen».

Interesse am Berggasthaus Palfries bekundet

Zum Schluss seines Berichtes erklärte Walser, dass die Genossenschaft Interesse am Erwerb des Berggasthauses Palfries bekundet habe. Der Grund sei, «dass in der Betriebsbewilligung festgehalten ist, dass der Seilbahnbetrieb nur bei offenen Berggasthaus erfolgen darf, was aber auch bedeutet, dass das Berggasthaus für die Seilbahn existentiell ist». Derzeit aber würden die Einnahmen der Kleinseilbahn den Rahmen noch sprengen für ein grosszügiges Angebot. «Wichtig ist, dass wir hier dran bleiben», schloss Walser.

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