Weisser Würfel zeigt Kunstschätze einer renommierten Sammlung

VADUZ. Seit Kindesbeinen an sei er mit Kunst konfrontiert gewesen, erinnert sich Michael Hilti, Unternehmer und Kunstmäzen aus Liechtenstein. Seine Familie habe schon früh Kunst gesammelt, «zuerst nur für den Hausgebrauch», wie er gestern vor den Medien sagte.

Armando Bianco
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Ein architektonisches Juwel mitten in der Vaduzer Innenstadt, links davon das Kunstmuseum. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Ein architektonisches Juwel mitten in der Vaduzer Innenstadt, links davon das Kunstmuseum. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

VADUZ. Seit Kindesbeinen an sei er mit Kunst konfrontiert gewesen, erinnert sich Michael Hilti, Unternehmer und Kunstmäzen aus Liechtenstein. Seine Familie habe schon früh Kunst gesammelt, «zuerst nur für den Hausgebrauch», wie er gestern vor den Medien sagte.

Mittlerweile ist daraus die hochrangige Hilti Art Foundation geworden, welche diese Woche im Zentrum von Vaduz ihr eigenes Ausstellungsgebäude, den Weissen Würfel eröffnet. Dieses architektonische Juwel grenzt an das Kunstmuseum Liechtenstein und wird als Erweiterung dessen betrachtet.

Der Andrang der Medien an der Präsentation war riesig. Gezeigt wird hier Kunst aus einer anderen Liga – Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Paul Gauguin, Paul Klee, Ernst Ludwig Kirchner, Ferdinand Hodler, Joan Miro und viele mehr. Inhaltlich konzentrierte sich die Sammlung auf Werke der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Momentan sind 50 der rund 200 Exponate zu sehen. Kurator Uwe Wieczorek hat die Ehre und den Anspruch, die Kunstwerke, die Kunst miteinander zu kombinieren und mit neuen Werken zu ergänzen.

Zwei Gebäude, eine Einheit

Der fünfgeschossige, rund 20 Meter hohe Kubus besteht aus weissem Laaser Marmor (aus dem Südtirol) und Kies aus der Rheinsohle bei Untervaz. Das von den bekannten Basler Architekten Morger + Dettli entworfene Gebäude bildet optisch einen Kontrast und inhaltlich eine Verbindung zum direkt daneben stehenden Kunstmuseum, welches in schwarz eingefärbtem Zement und dunklem Basaltstein gehalten ist. Formen und Material spielen mit der Zusammengehörigkeit beider Häuser, und der Eingang in die Ausstellungsräume der Hilti Art Foundation erfolgt über das Kunstmuseum.

Kunstmuseum voller Freude

Über den neuen «Nachbar» freute sich gestern besonders auch Friedemann Malsch, Direktor des Kunstmuseums: «Diese Woche beginnt eine neue Ära für unser Museum. Die Inhalte der Sammlungen der Hilti Art Foundation und des Museums ergänzen sich auf geradezu kongeniale Weise. Und ich bin Michael Hilti dankbar für seine immense Unterstützung der Nationalgalerie Liechtensteins.»

Das Interesse der Fachwelt war in diesen Tagen jedenfalls riesig. Am Wochenende finden Tage der offenen Tür und Begleitanlässe zur Eröffnung statt, dahinter verbirgt sich auch die Hoffnung, das neue Juwel in Vaduz der breiten Öffentlichkeit der Region auf Augenhöhe näherzubringen.

Eine Frau sieht sich Werke an im Raum «Experiment und Existenz» im Weissen Würfel der Hilti Art Foundation, welche weltbekannte Künstler wie Picasso, Giacometti oder Gauguin beinhaltet. Das Gebäude ist eine Erweiterung des Kunstmuseums Liechtenstein in Vaduz und wird am kommenden Wochenende eröffnet. (Bilder: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Eine Frau sieht sich Werke an im Raum «Experiment und Existenz» im Weissen Würfel der Hilti Art Foundation, welche weltbekannte Künstler wie Picasso, Giacometti oder Gauguin beinhaltet. Das Gebäude ist eine Erweiterung des Kunstmuseums Liechtenstein in Vaduz und wird am kommenden Wochenende eröffnet. (Bilder: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Medien-Aufmarsch: Michael Hilti steht Red und Antwort. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Medien-Aufmarsch: Michael Hilti steht Red und Antwort. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))