WATTWIL/SEVELEN: Toldo im Vorstand des Gewerbeverbandes

Die Delegierten des Kantonalen Gewerbeverbandes St. Gallen trafen sich zur Versammlung. Thomas Toldo aus Sevelen wurde in den Vorstand gewählt.

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Über 230 Teilnehmende folgten der Einladung zur 128. Delegiertenversammlung in den Thurpark nach Wattwil. Regierungsrat Bruno Damann begrüsste die Gäste und unterstrich die Forderung des Präsidenten Andreas Hartmann für klare Rahmenbedingungen. Die Bedeutung der KMU-Betriebe sei im Kanton St. Gallen unbestritten. Verteilen sich doch über 86 Prozent der Arbeitsplätze im Kanton St. Gallen in den KMU-Betrieben, schreibt der Kanto­nale Gewerbeverband St. Gallen (KGV) in seiner Mitteilung.

Thomas Toldo aus Sevelen wurde einstimmig als Ergänzung in den Vorstand des Kantonalen Gewerbeverbandes St. Gallen gewählt. Das Jahr 2016 stand im Zeichen der Plakataktion «Danke für Ihren Einkauf in der Region». Gemeinsam mit weiteren Verbänden und Interessen­gruppen plakatierte der KGV letztes Jahr den ganzen Kanton. Die Folgen des Einkauftourismus wird das Gewerbe langfristig beschäftigen. Gerade für die Jugend muss beachtet werden, dass nicht nur Arbeits-, sondern auch Ausbildungsplätze stark gefährdet sind. Der KGV setzt sich für eine starke duale Bildung ein. Der Verband unterstreicht seinen Einsatz und kandidiert mit St. Gallen als Austragungsort für die «Swiss-Skills 2022». Da noch weitere Orte in Frage kommen, wird sich zeigen, ob St. Gallen das Rennen macht.

KGV ist gegen Kinderzulagen

«Fiskalische Belastungen für die Wirtschaft müssen zwingend minimiert werden», ist sich Präsident Andreas Hartmann sicher. Im St. Galler Kantonsrat wurde kürzlich das Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die Familienzulagen beraten. Dabei beantragte Mitte-Links eine Erhöhung der Kinderzulagen in unserem Kanton, die SP um satte 100 Franken, die CVP um 50 Franken. CVP und SP vergassen dabei geflissentlich zu erwähnen, woher das Geld stammt, das sie mit der Erhöhung der Familienzulagen grosszügig verteilen ­wollen, schreibt der KGV weiter in seiner Mitteilung. Die Kinderzulagen würden einzig und allein durch die Arbeitgeber bezahlt, somit namhaft durch das Ge­werbe und die Industrie.

Gegen Belastung für Gewerbe kämpfen

Rund sechs Milliarden Franken wurden 2016 in der Schweiz an Kinderzulagen ausgerichtet. Alleine die Ausgleichskasse Gewerbe St. Gallen müsste bei einer Erhöhung der Kinderzulagen um 50 Franken pro Kind und Monat jedes Jahr rund 2,1 Mio. Franken mehr aufwenden. Nach der Niederlage im Kantonsrat kündigte die SP wie auch die CVP die Lancierung einer Initiative an. Der KGV wird sich stark machen, diese drohende Belastung für das Gewerbe zu bekämpfen.

Amerika zwischen Aufbruch und Staatskrise

Jens G. Korte ist in der Schweiz längst zum Inbegriff der New Yorker Börse an der Wallstreet geworden. Seit über zehn Jahren berichtet der Ökonom und Journalist für das Schweizer Fernsehen live vom Parkett aus der New York Stock Exchange über das aktuelle Geschehen an den amerika­nischen Finanzmärkten. Sein ­Referat zeigte eindrücklich auf, welchen Einfluss die Wahl von Donald Trump auf die Wirtschaft hatte. Entgegen aller Erwartungen schoss der Dow-Jones-Index seit der Wahl auf Höchstniveau hoch. Grundsätzlich habe Trump die Probleme Amerikas erkannt, fraglich seien nur die Lösungs­ansätze, die er dafür entwickelt. Amerika sei die grösste Wirtschaftsmacht und daran werde sich so schnell nichts ändern. (pd)