WATTWIL: Verlaufen ist schwierig

2018 weihen die St. Galler Wanderwege neun Jubihütten ein. Anlass ist der 150. Geburtstag der St. Galler Kantonalbank, die mit dem Leuchtturmprojekt als Sponsor auftritt.

Beat Lanzendorfer
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Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

Wer in der Schweiz eine Wanderung absolvieren möchte, dem steht ausgezeichnetes Karten­material zur Verfügung. Beziehen kann man dieses im Kanton St. Gallen unter anderem beim Verein St. Galler Wanderwege, dessen Gründung auf das Jahr 1963 zurückgeht. Wer unterwegs ist und keine Karte zur Hand hat, geht trotzdem nicht verloren. Die vom gleichen Verein unterhaltenen Wegmarkierungen sorgen dafür, dass alle ihren Heimweg wieder finden. Sich verlaufen ist im Land, das sich rühmt, eines der weltweit besten Wanderwegnetze zu haben, sehr schwierig.

Als Austragungsort der 54. De­legiertenversammlung wählten die Verantwortlichen am vergangenen Samstag das Berufs- und Weiterbildungszentrum Wattwil. Präsidentin Imelda Stadler begrüsste 177 Mitglieder, von denen viele vorher noch eine Wanderung mit Edi Hutter, Ennetbühl, unter die Füsse nahmen.

Ein solides finanzielles Ergebnis

Die Jahresrechnung, vorgetragen von alt Regierungsrat Willi Haag, der bei den St. Galler Wander­wegen für die Finanzen zuständig ist, schliesst mit einer Besser­stellung von rund 20 000 Franken ab – zurückzuführen auf eine Spende und einen höheren Beitrag der Schweizer Wanderwege. Das diesjährige Budget sieht praktisch gleich hohe Ausgaben wie Einnahmen vor. Die Einzelmitgliedschaft wird weiterhin bei 20 Franken belassen. Firmen und Vereinigungen entrichten 45 Franken.

Bei den Gemeinden hingegen wurde ein neuer Verteilschlüssel erstellt, den diese bereits abgesegnet haben. Der Mindestbetrag beläuft sich auf 200 Franken. Pro weitere 1000 Einwohner kommen 50 Franken hinzu, wobei der Maximalbetrag mit 950 Franken festgesetzt worden ist. Jürg Schaufelberger – er tritt im Vorstand die Nachfolge des zurückgetretenen Kurt Lind­egger an, der seinen Wohnsitz ins Bündnerland verlegte – oblag es, das Mapit vorzustellen.

Hierbei handelt es sich um eine Kartenapplikation, welche die Geschäftsstelle, Regionenchefs und die technischen Mitarbeiter in der Administration entlasten soll.

Beim Traktandum Wahlen kam es mit Ausnahme des Rücktritts von Kurt Lindegger, dem besondere Dankesworte zukamen, zu keinen weiteren Mutationen. Während der offizielle Teil der Delegiertenversammlung mit Grussworten von Markus Rusch, St. Galler Kantonalbank, der das Leuchtturmprojekt vorstellte, endete, waren es zu Beginn Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner und Regierungsrat Bruno Damann, welche die Anwesenden im Toggenburg willkommen hiessen.