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WATTWIL: Cassis löst Zusage ein

Bundesrat Ignazio Cassis sprach am Samstag an der Toggenburger Tagung der FDP und erhielt viel Beifall.
Bundesrat Ignazio Cassis erhielt von Kantonsratsvizepräsidentin Imelda Stadler (­Lütisburg) ein Exemplar der druckfrischen Toggenburger Wanderkarte überreicht.

Bundesrat Ignazio Cassis erhielt von Kantonsratsvizepräsidentin Imelda Stadler (­Lütisburg) ein Exemplar der druckfrischen Toggenburger Wanderkarte überreicht.

Eingefädelt hatte es der St. Galler FDP-Nationalrat Walter Müller, wie Bundesrat Ignazio Cassis an der Toggenburger Tagung der FDP Toggenburg verriet. «Du musst als Erstes zu uns kommen», hatte Walter Müller gesagt. «Wenn du mich wählst, komme ich», entgegnete der damalige Bundesratskandidat. Am Samstag löste nun der Tessiner Bundesrat seine Zusage ein und kam mit seiner unkomplizierten und humor­vollen Art bei den rund 300 Besuchern im Thurpark-Saal in Wattwil sehr gut an.

In den letzten Tagen hatten an den Hauptstrassen in Wattwil Plakate mit Fotos von Ignazio Cassis den Gast willkommen geheissen und ihm «viel Glück» gewünscht. Aufgestellt hatte sie der frühere Kantonsrat Heinz Wittenwiler. FDP-Kantonalparteipräsident Raphael Frei begrüsste den Gast auf Italienisch und machte das gut, obwohl er, wie er zugab, die Sprache Dantes nicht be­herrsche. Sicherheitshalber auf Deutsch meldete er für die nächste Vakanz den Anspruch der Ostschweiz auf einen Sitz im Bundesrat an. Der am weitesten im Osten lebende Bundesrat komme aus Hinwil, sagte Raphael Frei.

Parallelen zwischen dem Tessin und der Ostschweiz

Er habe nach der Wahl in den Bundesrat rund 2500 Gratulationen erhalten und wolle jede mit einem persönlichen Wort versehen. Darum habe er 800 Karten noch nicht beantwortet, sagte ­Ignazio Cassis. Und er verriet, dass man für die Schlüsselübergabe im EDA den Schlüssel erst suchen müsse, da Didier Burk­halter ihn nie benötigt hätte. Die lateinische Solidarität in Bern sei eine Einbahnstrasse. Die ­Romands dächten nur an die ­Tessiner, wenn sie Stimmen bräuchten, sagte Ignazio Cassis. Er wehrt sich auch dagegen, das Tessin und die Ostschweiz Randregionen zu nennen. Im Bodenseeraum bilde die Ostschweiz mit anderen Anrainern einen dynamischen Wirtschaftsraum. Das Tessin sei zentraler Teil der europäischen Nord-Süd-Achse. Parallelen sieht Ignazio Cassis bei der Textilindustrie, die sich im Tessin wie in der Ostschweiz nach Krisen neu erfinden musste. Zuletzt ­seien beide Regionen wachsam und kreativ im Umgang mit Herausforderungen.

In der Diskussion zum Thema «Ostschweiz» waren sich die ­Nationalräte Walter Müller und Marcel Dobler, Ständerätin Karin Keller-Sutter, Regierungsrat Marc Mächler, Kantonsrätin Imelda Stadler und Raphael Frei einig, dass sich die Region schlecht vermarktet.

Urs Frei, Präsident der FDP Toggenburg, zog nach der Tagung eine positive Bilanz. Er habe nur zufriedene Besucher gesehen. «Es ist toll, dass wir unseren Bundesrat so offen und authentisch erleben können», sagte der Wiler Parlamentarier Daniel Gerber (FDP). Die Nesslauer Gemeinderätin Andrea Abderhalden hat den Gast als sehr humorvoll und spontan erlebt. Der Wattwiler Ge­meindepräsident Alois Gunzen­reiner sagte, er fühle sich auch bei anderen Parteien wohl. «Das muss man als Gemeindepräsident.» Einen Anlass für den Wechsel der Partei sehe er aber nicht. Der Wattwilerin Dominique Rüdlinger gefiel der Anlass gut, obwohl sie nicht Mitglied der FDP ist. Sie lobt die guten Inputs. Beim Apéro habe sie zudem über die Themen Kanti und Thursanierung diskutieren können, die ihr sehr am Herzen lägen. (mk)

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