Wasserversorgungen sollten weitsichtig saniert werden

VADUZ. Am 18. Lippuner-Seminar zum Thema «Bauwerksanierungen – Quellfassungen, Reservoire, Grundwasserbrunnen» nahmen 350 Besucher und Aussteller teil.

Hanspeter Thurnherr
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Organisator Uli Lippuner (rechts) und Tochter Daniela, welche die Tagung moderierte, am Stand von Aliaxis Utilities & Industry AG, Wangs, im Gespräch mit Verkaufsleiter Armin Grüter. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Organisator Uli Lippuner (rechts) und Tochter Daniela, welche die Tagung moderierte, am Stand von Aliaxis Utilities & Industry AG, Wangs, im Gespräch mit Verkaufsleiter Armin Grüter. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

VADUZ. Am 18. Lippuner-Seminar zum Thema «Bauwerksanierungen – Quellfassungen, Reservoire, Grundwasserbrunnen» nahmen 350 Besucher und Aussteller teil. Peter Feldmann, Betriebsleiter des Gemeindewerks Beckenried NW, verdeutlichte, warum Kommunikation mit der Bevölkerung wichtig ist, um Unterstützung für die nötigen Sanierungen zu bekommen. Denn solche Sanierungen seien komplex und müssten gesamtheitlich betrachtet werden. Andreas Stahl von der Aqua Stahl Gmbh aus Kisslegg (Allgäu) stellte einen Leitfaden für Wasserversorgungen vor. und referierte über hygienische und dauerhafte Beschichtungen und welche Forschungserkenntnisse in der Praxis umgesetzt wurden. Seine Quintessenz: «Altbewährtes ist wieder entdeckt worden, weil es am dauerhaftesten war.»

Pirmin Odermatt, Gemeinderat aus Emmetten NW, zeigte am Fallbeispiel, wie mit vorausschauender Planung die hohen Anforderungen für eine einwandfreie Wasserversorgung erfüllt werden können. Eine Wasserversorgung müsse auch finanziell über mehrere Generationen hinweg sichergestellt werden, wie er anhand von Finanzmodellen zeigte.

Heini Denoth, Leiter der Wasserversorgung St. Moritz, zeigte aus Praktikersicht am Beispiel einer 100jährigen Quelle, wie Quellfassungen ohne Kontakt zum Wasser saniert werden. «Vor allem weit weg vom Siedlungsgebiet ist dies eine logistische Herausforderung», sagt Denoth. Geologe Walter Labhart, von der Dr. Heinrich Jäckli AG aus Zürich, berichtete, wie mit Alterungs- und Abnutzungserscheinungen bei Brunnen umzugehen ist: «Weil sie gut funktionieren, werden sie relativ stiefmütterlich behandelt. Aber irgendwann müssen auch sie saniert werden.» Die Vorträge wurden durch eine Leistungsshow von Firmen mit Produkten und Dienstleistungen aus der Wasserbranche ergänzt.

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