Was tun ohne Empfang?

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Ein Wanderer verletzt sich, kann nicht mehr gehen, ist alleine unterwegs und sein Handy hat keinen Empfang, um zu alarmieren: Ein Horrorszenario. Über die Notruffunktion des Handys, die auch in gesperrtem Zustand funktioniert, kann versucht werden, die europäische Notrufnummer 112 anzurufen. Auf diese Weise wird nach einem beliebigen Mobilfunknetz gesucht und nicht nur nach demjenigen des Vertragsanbieters. Wenn das nicht funktioniert, muss der Standort gewechselt werden, um Empfang zu erhalten.

Seit 2011 gibt es eine kostenlose Notfall-App der Rega für die gängigen Smartphone-Betriebssysteme. Sie übermittelt bei einer Alarmierung die Koordinaten des Anrufers direkt an die Rega – und spart so bei Notfällen im In- und Ausland wertvolle Zeit. Zwei Fingerklicks genügen, um Alarm auszulösen. Anschliessend wird eine Telefonverbindung mit der Einsatzzentrale hergestellt. Nach Rücksprache mit dem Alarmierenden leitet die Rega dann die Rettung ein. Für die App ist allerdings ebenfalls Mobilnetzempfang notwendig.

Findige Entwickler programmierten zwar eine App namens «Uepaa!», die über Bluetooth und WLAN im Umkreis von einigen hundert Metern andere Geräte mit derselben App suchen. So wird ein Handy-zu-Handy-Netz aufgebaut und auf diesem Weg die Notrufzentrale alarmiert. Da aber wohl nur ein kleiner Teil der Wanderer diese App auf dem Smartphone installiert hat, funktioniert dieses Konzept nur bedingt. Ausserdem müsste die App auch tatsächlich aktiviert sein, wenn man in den Bergen unterwegs ist. Ebenfalls müssten sich andere Geräte in der Nähe befinden. (pd/ch)