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WARTAU/REGION: Velos in schlechterem Zustand

Seit die jährliche Zeigepflicht abgeschafft wurde, stellt die Polizei bei Kontrollen tendenziell mehr Mängel fest. Kinder tragen den Helm deutlich häufiger als Erwachsene und Jugendliche.
Hanspeter Thurnherr
Die Tragequote von Velohelmen ist bei Kindern hoch, bei Jugendlichen aber sehr tief. (Bild: Urs Jaudas)

Die Tragequote von Velohelmen ist bei Kindern hoch, bei Jugendlichen aber sehr tief. (Bild: Urs Jaudas)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Als Konsequenz aus der Velokontrolle beim Schulhaus Seidenbaum in Trübbach (siehe Frontseite) erhielten die Eltern jener Schüler, deren Velo Mängel aufwies, einen Brief mit den Beanstandungen. Diesen Brief mussten die Schüler unterschrieben zurückbringen. Eine Nachkontrolle habe inzwischen stattgefunden: Die Schüler mussten die Velos zeigen. Bruno Seifert: «Wir werden im Herbst, wenn es wieder früh dunkel wird, erneut eine Kontrolle machen. Denn vor allem die Lichter sind häufig das Problem.»

Vor vielen Jahren mussten die Velos jährlich bei der Fahrradlösung gezeigt werden. Später wurde das Kontrollschild durch die Vignette ersetzt, ohne Vorzeigen des Zweirades. Heute ist auch die Vignette abgeschafft. «Der Allgemeinzustand der Räder hat sich seit der Abschaffung der Zeigepflicht sicherlich zum Negativen hin entwickelt», hält Armin Näf fest. Er ist Leiter Verkehrsinstruktion bei der St. Galler Kantonspolizei. Viele Fahrräder verfügten heute nicht mehr über fest montierte Lichter. Wenn nötig müssten sie mit Batterielichtern ausgerüstet werden, was dann oft nicht der Fall sei. Wie Armin Näf sagt, bewegten sich die Zahlen der Unfälle, in welche Velos verwickelt sind, in den letzten Jahren etwa auf dem gleichen Niveau.

Das Engagement der Eltern entscheidet mit

Pro Velo Schweiz habe keinen Grund zur Annahme, dass Velos und ihre Beleuchtungen heute schlechter wären als vor Jahren. «Im Gegenteil: Dank Nabendynamo und Batterielicht ist es heute einfacher, ein funktionierendes Licht am Velo zu haben. Eine andere Frage ist, ob sich die Velofahrenden um ihr Fahrrad kümmern, Mängel beheben oder beheben lassen», schreibt Bettina Maeschli, Verantwortliche für Kommunikation und Fundraising bei Pro Velo Schweiz. In Bezug auf Kinder laute die Anschlussfrage, wie stark sich die Eltern engagieren.

Dass nur vier Schüler an besagter Kontrolle einen Helm dabei hatten, kommentiert Armin Näf so: «Die Helmtragquote bei Kindern im Primarschulalter ist relativ gut, nimmt dann ab der Oberstufe stark ab.» Bei Erwachsenen sei sie höher als bei den Jugendlichen. «Sie kann aber auch dort noch gesteigert werden.» Er ruft denn auch die Vorbildfunktion der Eltern in Erinnerung: «Oft sieht man Familien bei einem Veloausflug, bei denen die Kinder den Helm tragen, die Eltern aber ohne fahren.»

Tragequote bei Jugendlichen sehr tief

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung erhebt jeweils die Helmtragequote. «Die Statistik zeigt, dass die Tragequote bei Kindern (bis 14 Jahre 77 Prozent) deutlich höher ist als bei Erwachsenen (30 bis 44 Jahre 56 Prozent)», so Bettina Maeschli. Die Tragequote bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegt dagegen bei nur 20 Prozent.

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