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WARTAU: Wenig Hoffnung für Poststelle Trübbach

Bereits am 20. Juni hat die Politische Gemeinde klargemacht, dass sie sich gegen die Schliessung ihrer letzten Poststelle in Trübbach wehrt. Das tat sie auch schriftlich.
Thomas Schwizer

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Zumindest bis im Sommer 2018 scheint die Poststelle in Trübbach gesichert zu sein. Das lässt sich aus einer Antwort der Post vom 13. Juli 2017 auf eine gemeinsame Stellungnahme der Politischen Gemeinde Wartau, der Orts­gemeinde Wartau und der Dorfkorporation Trübbach schliessen. Die Post stellt darin der Ge­meinde nämlich in Aussicht, dass sie «voraussichtlich im 2. Quartal 2018» mit ihr Kontakt aufnehmen werde.

Bevor die Post Gespräche mit einer Standortgemeinde führe, gebe es bei bestehenden örtlichen Poststellen keine Veränderung, sagt auf Markus Werner, Kommunikation Ost der Post. Das legt nahe, dass bis Mitte 2018 jene in Trübbach, die letzte in der Gemeinde Wartau mit einem Vollangebot, bestehen bleibt.

Die schriftliche Antwort der Post vom 13. Juli 2017 erfolgte auf eine Stellungnahme der Gemeinde Wartau und der beiden Korporationen vom 28. Juni. Am 20. Juni hatte die Post vermeldet, dass im Kanton St. Gallen bei 31 der aktuell 72 Poststellen eine Einzelfallprüfung stattfindet, auch in Trübbach. Im Rahmen einer Restrukturierung ihres Filialnetzes sieht die Post nämlich deren Schliessung vor. Umgehend kündigte Gemeindepräsident Beat Tinner an, dass sich die Gemeinde Wartau zur Wehr setze. Denn sie habe die Schliessung der Post Azmoos im April dieses Jahres «unter der Bedingung akzeptiert, dass die Poststelle Trübbach erhalten bleibt» (W&O vom 21. Juni).

Gemeinde interveniert gegen angekündigte Schliessung

Die Politische Gemeinde, die Ortsgemeinde und die Dorfkorporation hielten danach in ihrem Schreiben an die Post fest, dass sie «diese erneute Benachteiligung einer Poststellenschliessung» durch die Post nicht mehr akzeptieren. Gemeinsam seien sie zum Entschluss gekommen, «gegen die angekündigte Schliessung der Poststelle Trübbach zu intervenieren».

Für die mittelfristige Zukunft der Poststelle in Trübbach macht die Post nur wenig Hoffnung. Im W&O vom 21. Juni wurde Thomas Baur, Leiter Poststellen und Verkauf, mit der Aussage zitiert, bei den nun folgenden Gesprächen mit den Gemeinden zu den 31 «zu überprüfenden» Filialen gehe es vor allem noch um die Modalitäten der geplanten Aufhebung. Dies lässt den Schluss zu, dass die Postfilialen auf der Überprüfungsliste wohl definitiv geschlossen werden. Spielraum gebe es etwa beim Zeitpunkt der Schliessung, sagte Baur vor knapp zwei Monaten.

Markus Werner versichert zwar, dass die Post beim Gespräch mit der Standortgemeinde deren Argumente anhöre – darum spreche sie ja auch mit den Behörden vor Ort. Und die Post gebe sich die nötige Zeit, um die Gespräche im Jahr 2018 ruhig und sauber und möglichst unvoreingenommen durchzuführen. «Möchte eine Gemeinde uns davon überzeugen, dass sie die klassische Poststelle unbedingt weiterhin braucht, dann muss sie gute Argumente vorbringen», fügt Werner aber bei. Letztlich fällt die Post einen abschliessenden Entscheid.

Die Chancen für die Gemeinde Wartau, die letzte Poststelle in Trübbach zu erhalten, scheinen also nur gering zu sein. Denn Fakt ist: Sollte diese entgegen der Absicht der Post erhalten bleiben, würden sich auch viele andere Gemeinden vehement gegen entsprechende Schliessungspläne bei ihnen wehren.

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