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WARTAU: Petition gegen Schliessung

Eine Petition soll die Behörden in ihrem Kampf für den Erhalt der Poststelle Trübbach stärken. Mit vielen Unterschriften soll der Druck auf die Post steigen.
Thomas Schwizer

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Die Politische Gemeinde, die Ortsgemeinde und die Dorfkorporation Trübbach wehren sich bei der Post vehement gegen die mit der Überprüfung anvisierte Schliessung der Poststelle Trübbach (W&O vom 12. August). Als einzige verbliebene Poststelle mit umfassendem Dienstleistungs- und Beratungsangebot erfülle sie nicht nur einen Versorgungsauftrag in postalischen Angelegenheiten in der Gemeinde Wartau. Sie sei auch eine wichtige Verkaufsstelle der SBB für Billette und Abonnemente, seit der bediente Bahnhof Trübbach geschlossen wurde.

«Eine traditionelle Poststelle muss erhalten bleiben»

Essentiell für die Wartauer Behörden ist auch, dass der Gemeinderat mit der grundsätzlichen Zustimmung zur Anpassung der Poststellenstruktur in Azmoos (Agentur analog Weite und Oberschan) dezidiert erklärt hat, dass eine traditionelle Poststelle in der Gemeinde erhalten bleiben müsse. Das haben sie in ihrer klaren Stellungnahme an die Post CH AG vom 28. Juni 2017 betont. Auf diese Rahmenbedingung seitens der Gemeinde sei in diversen Gesprächen und Verhandlungen mit Vertretern der Post immer wieder hingewiesen worden, was auch protokollarisch festgehalten wurde, wird im Schreiben an die Post betont.

Für die Politische Gemeinde und die Ortsgemeinde Wartau sowie die Dorfkorporation Trübbach ist auch nicht nachvollziehbar, warum die Poststellen der Gemeinden Sevelen und Sennwald – mit ungefähr gleich vielen Einwohnern – bestehen bleiben, während jene in Trübbach geschlossen werden soll. Aus all diesen Gründen würden sie die Schliessung der Poststelle Trübbach nicht akzeptieren, betonen sie im Schreiben an die Post.

Mit einer Petition soll nun der Druck auf die Post erhöht werden, die Poststelle Trübbach mit sämtlichen Postdienstleistungen sowie umfassendem Service und Beratung zu erhalten. Die Petition kann auf der Homepage der Gemeinde Wartau heruntergeladen werden. Hinter der Petition stehen neben den drei Gemeinden/Korporationen auch die drei Ortsparteien. Das sagten Martin Gabathuler (Präsident a. i. SVP), Andreas Bernold (Präsident FDP) und Albert Hehli (Co-Präsident SP) auf Anfrage des W&O.

Im Jahr 2016 musste die Post knapp 200 Millionen Franken Defizit mit ihrem Poststellennetz verzeichnen, sagt Markus Werner, Kommunikation Ost der Post. «Es besteht also Handlungsbedarf. Eine Veränderung im Poststellennetz muss passieren», stellt er fest. Handeln müsse die Post auf Grund von Fakten: konkrete Kundenzahlen und Umsatz der einzelnen Poststelle.

«Kundenzahlen weiterhin vergleichsweise tief»

Wie steht es damit bei der Poststelle Trübbach? Markus Werner: «Wir haben seit der Veränderung in Azmoos eine moderate Zunahme der Kundengeschäfte in Trübbach festgestellt. Dies entspreche den Erwartungen der Post und sei einbezogen worden beim Entscheid, die Schliessung der Poststelle Trübbach zu prüfen. Die weitere Entwicklung der Zahlen dieser Poststelle werde aufmerksam beobachtet.

Die aktuellen Kundenzahlen in Trübbach liegen laut Postsprecher Markus Werner allerdings auch nach der Veränderung in Azmoos «auf vergleichsweise tiefem Niveau». Die Post sei deshalb überzeugt, «dass die Überprüfung der Poststelle weiterhin gerechtfertigt ist».Kommentar

Petitionsbogen gibt es auf www.wartau.ch. Abgeben kann man sie auf der Gemeinderatskanzlei, Poststrasse 51, 9478 Azmoos.

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