WARTAU: Kredite einstimmig genehmigt

Die Bürgerversammlung der Ortsgemeinde Wartau hat drei Kreditanträge über total 518000 Franken diskussionslos genehmigt. Darunter ist ein Vorprojekt zur Erweiterung des Nahwärmeverbundes Azmoos.

Thomas Schwizer
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Der Projektierungskredit für eine Erweiterung des Nahwärmeverbundes Azmoos wurde genehmigt. (Bild: PD)

Der Projektierungskredit für eine Erweiterung des Nahwärmeverbundes Azmoos wurde genehmigt. (Bild: PD)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Die 111 Stimmberechtigten, von total 1239 Ortsbürgern, haben am Mittwochabend in der evangelischen Kirche Azmoos alle Anträge diskussionslos und einstimmig genehmigt.

Die Rechnung 2017 mit einem Ertragsüberschuss von knapp 312000 Franken und den Voranschlag 2018 mit einem Überschuss von knapp 332000 Franken gaben keinen Anlass zu Fragen. Der Finanzplan für die nächsten Jahre sieht weiterhin erfreuliche Ertragsüberschüsse vor.

Drei Kreditanträge gutgeheissen

Nach 27 Jahren sei eine umfassende Sanierung der Küchen im ortsgemeindeeigenen Alterswohnungen-Mehrfamilienhaus Feldgass 2 in Azmoos fällig, zeigte der Verwaltungsrat in einem Gutachten und Antrag auf. Präsident Paul Schlegel sagte, die Arbeiten könnten vorwiegend in der Gemeinde vergeben werden. Der Kredit über 350000 Franken wurde einstimmig und diskussionslos genehmigt.

Ein weiteres Gutachten mit Kreditantrag betraf einen Projektierungskredit für eine Erweiterung des Nahwärmeverbundes Azmoos. In den letzten Jahren sind mit dem Betreuten Wohnen und einem Wohnblock an der Feldgass weitere Bezüger dazu gekommen. Mit dem Neubau des Schulhauses Feld in Azmoos soll ein weiterer grosser Bezüger dazu kommen. Um die Wärme rechtzeitig liefern zu können, müsse die Planung für eine Erweiterung vorangetrieben werden. Die Holzschnitzelheizung sei für die Ortsgemeinde ein wichtiger Betriebszweig und mache sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht Sinn, stellte der Präsident fest. Auch nach dem geplanten Ausbau des Wärmeverbundes könnten sämtliche Holzschnitzel aus dem Wartauer Wald geliefert werden. Voraussichtlich sei ein Ersatz der bestehenden Heizungsanlage gemäss den bisherigen Abklärungen besser als deren Anpassung/Revision, hiess es im Gutachten. Für die Erarbeitung des Vorprojektes wurde ein Kredit von 70000 Franken gesprochen. Gemäss Paul Schlegel wird der Investitionskredit für die Erweiterung kommendes Jahr beantragt.

Schliesslich wurde auch ein Bruttokredit von 98000 Franken für die Wiederherstellung des Läuiweges genehmigt. Er sei vor allem auch für die Schutzwaldpflege wichtig. Der Kanton stellt einen Beitrag von 55 bis 60 Prozent der Kosten in Aussicht.

In der Umfrage informierte der Präsident des Verwaltungsrates, dass er seit Januar jeweils am Dienstag von 8 bis 10 Uhr den Ortsbürgerinnen und -bürgern in der Kanzlei persönlich zur Verfügung stehe.

Von Spargel-Pachtland bis zu ehemaligem Postgebäude

In der Schwetti stehen rund 27 Aren Pachtland zur Verfügung, die der Ortsverwaltungsrat für den Spargelanbau vergeben möchte, der schon auf nahen Parzellen praktiziert werde. Interessenten könnten sich auf der Kanzlei melden, so Paul Schlegel.

Die Alpen und Tratten können im Sommer 2018 wieder voll bestossen werden. Einzig in der Pferdetratt Rheinau seien noch Plätze frei. Paul Schlegel wies darauf hin, dass die Betreiber der Alpen in Zukunft vor der Herausforderung stehen, dass Nutzerveränderungen anstehen. So würde die Nachfrage für die Alpung von Mutterkühen zunehmen. Zusammen mit anderen Alpbesitzern werde die Ortsgemeinde Wartau abklären, wie man solchen Strukturveränderungen gerecht werden könne.

Die Ortsgemeinde Wartau besitze rund 680 Hektaren Wald, die Holzpreise seien seit Jahren im Keller, eine Erholung sei nicht absehbar. Der Wald dürfe aber nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht beurteilt werden, führte er aus. Schlegel erwähnte die vielfältigen Funktionen des Waldes, der für die Gemeinschaft und die Gesundheit bedeutend seien. Als symbolischen Hinweis erhielten alle Versammlungsteilnehmer einen Waldtee geschenkt.

Der Präsident wies auch auf das Fällen der Bäume zwischen Pistolenschützenstand und Weite durch das Strassenkreisinspektorat hin. Die Ortsgemeinde setze sich beim Kanton weiter dafür ein, dass dafür möglichst Ersatz gepflanzt werde.

Abschliessend kündigte er an, das ehemalige Postgebäude in Azmoos, das die Ortsgemeinde und die Politische Gemeinde gekauft haben, solle demnächst zur Vermietung ausgeschrieben werden. Anderweitige Mietnutzungen hätten sich zerschlagen.