WARTAU: Klares Ja für Beitrag an Pizolbahnen

Sehr deutlich genehmigte die Bürgerversammlung das Budget 2018 mit dem Gemeindebeitrag an die Pizolbahnen. 28600 Franken fliessen einmalig – und gemäss Gemeindepräsident letztmals.

Thomas Schwizer
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Die vereinigten Musikgesellschaften Azmoos und Oberschan sorgten auf der neuen Bühne für die festliche Umrahmung der Bürgerversammlung. (Bild: Thomas Schwizer)

Die vereinigten Musikgesellschaften Azmoos und Oberschan sorgten auf der neuen Bühne für die festliche Umrahmung der Bürgerversammlung. (Bild: Thomas Schwizer)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Erwartungsgemäss stand an der Bürgerversammlung der Gemeinde Wartau vom Dienstagabend der Beitrag an die Pizolbahnen AG im Mittelpunkt des Interesses. Er wurde vom Gemeinderat im Rahmen eines Sanierungspakets der sechs Anrainergemeinden am Pizol und des Kantons St. Gallen beantragt und wurde als gesonderter Posten im Budget ausführlich erklärt. Gemeindepräsident Beat Tinner lieferte ergänzend mündlich detaillierte Informationen. Er zeigte auf, wie die Schulen mit einem Gratisskitag und die Abonnementinhaber dank dem Einheimischentarif profitieren. Zudem sei der Pizol der Heimberg des SBC Gonzen. Tinner betonte, der Gemeinderat habe in den Verhandlungen über das Sanierungspaket klargestellt, dass der aktuelle Beitrag definitiv der letzte der Gemeinde Wartau sei. Effektiv würden von hier 28600 Franken in das Sanierungspaket fliessen, 140000 Franken würden durch den Erlass von bereits abgeschriebenen Darlehen geleistet. Der Beitrag sei an explizite Bedingungen geknüpft, welche die Pizolbahnen AG einhalten müsse, so Tinner (der W&O berich-tete).

Ein Antrag, den Gemeindebeitrag aus dem Budget zu streichen, wurde durch die Bürgerversammlung mit sehr deutlicher Mehrheit abgelehnt. Trotz weiterer kritischer Fragen wurde das Budget 2018 inklusive dieses Beitrags fast einstimmig genehmigt.

Bestandteil des Voranschlages ist auch die Wiedereinführung der Schulsozialarbeit auf Juli 2018. Sie wirke präventiv, je früher sie beigezogen werde, desto besser. Sie wirke langfristiger und spare Folgekosten, sagte Schulpräsident Bruno Seifert in seinen mündlichen Erläuterungen. Im Voranschlag sind für das zweite Halbjahr 2018 dafür Gesamtkosten in Höhe von 45000 Franken enthalten. Die Schulsozialarbeit ist direkt ihm als Schulpräsidenten unterstellt. Diskussionen zu diesem Posten gab es keine.

Ebenfalls keinen Anlass für Fragen bot die Jahresrechnung 2017, die mit einem Ertragsüberschuss von 979000 Franken abgeschlossen wurde, 688000 Franken besser als budgetiert. 500000 Franken davon fliessen in die Vorfinanzierung des Neubaus Schulhaus Feld Azmoos, 479000 Franken in das Eigenkapital. Dieses hat neu einen Stand von knapp 2,5 Millionen Franken. Das Budget sieht bei gleich bleibendem Steuerfuss von 160 Prozent einen Ertragsüberschuss von 920000 Franken und zusätzliche Abschreibungen von 500000 Franken für Strassenbauten und 600000 Franken für Schulbauten vor.