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WARTAU: Das Licht fehlt häufig

Bei einer Velokontrolle beim Schulhaus Seidenbaum wiesen 56 von 81 Velos Mängel auf. Polizei und Fachleute erinnern an die Verantwortung der Eltern.
Häufig mit Mängeln: Velos in einem Unterstand bei einer Schule. (Bild: Nana Do Darmo)

Häufig mit Mängeln: Velos in einem Unterstand bei einer Schule. (Bild: Nana Do Darmo)

Hanspeter Thurnherr

Die Zahlen lassen aufhorchen. Bei einer Kontrolle der Schülervelos beim Schulhaus Seidenbaum stellte die Polizei fest, dass von den 81 Velos 56 beanstandet werden mussten. Dabei hatte die Polizei die Kontrolle «während der nächsten Tage» bei den Eltern schriftlich angekündigt, damit allfällige Mängel rechtzeitig behoben werden könnten. Die häufigsten Mängel waren fehlendes Licht und fehlende Rückstrahler, wie der Gemeinderat in seinen Mitteilungen aus den Ratsgeschäften schreibt. Von den 81 Schülerinnen und Schülern hatten vier einen Velohelm dabei. Die Zahlen hätten ihn überrascht, «obwohl wir selber beobachtet haben, dass Schüler ohne Licht unterwegs waren», sagt Schulratspräsident Bruno Seifert auf Anfrage. Deshalb habe die Schule eine Kontrolle durch die Polizei angeregt.

Die Eltern sind in der Verantwortung

Vor vielen Jahren mussten die Fahrräder bei der Fahrradlösung gezeigt werden. Später wurde das Kontrollschild durch die Vignette ersetzt, ohne Vorzeigen des Velos. «Der Allgemeinzustand der Räder hat sich seit der Abschaffung der Zeigepflicht sicherlich zum Negativen hin entwickelt», sagt Armin Näf, Leiter Verkehrsin-struktion der Kantonspolizei.

Pro Velo Schweiz habe keinen Grund zur Annahme, dass Velos und ihre Beleuchtung heute schlechter wären als vor Jahren. «Im Gegenteil: Dank Nabendynamo und Batterielicht ist es heute einfacher, ein funktionierendes Licht am Velo zu haben. Eine andere Frage ist, ob sich die Velofahrenden um ihr Fahrrad kümmern, Mängel beheben oder beheben lassen», schreibt Bettina Maeschli, Verantwortliche für Kommunikation und Fundraising bei Pro Velo Schweiz. In Bezug auf Kinder laute die Anschlussfrage, wie stark sich die Eltern engagieren.

Zwar ist das Tragen von Velohelmen keine Pflicht. Es könne deshalb nicht Aufgabe der Polizei sein, Massnahmen zu setzen, sagt Armin Näf und ergänzt: «Die Verantwortung liegt bei den Eltern beziehungsweise in der Eigenverantwortung.» Aber die Polizei, gerade die Verkehrsintruktoren, trügen viel zur Verbesserung der Tragquote bei, indem sie in den Schulen auf die Wichtigkeit des Helmtragens hinweisen und den Schülern zeigen, welche Auswirkungen es haben kann, wenn ohne Helm etwas passiert.

Im Kanton ist gemäss Näf praktisch flächendeckend das Helmtragen bei schulischen Anlässen, die mit dem Velo durchgeführt werden, obligatorisch. Wie Bruno Seifert sagt, gilt dies auch für die Schule Wartau.

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