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WALENSTADT: Spektakulärer Weltrekord

Vor den Augen eines grossen Fachpublikums ist am Montag in einem stillgelegten Steinbruch ein 25 Tonnen schwerer Betonblock ins Sicherheitsnetz gedonnert. Dieses hielt den Kräften stand – ein neuer Weltrekord.
Andreas Hörner
Das Sicherheitsnetz hielt dem 25 Tonnen schweren Betonblock stand. (Bild: Andreas Hörner)

Das Sicherheitsnetz hielt dem 25 Tonnen schweren Betonblock stand. (Bild: Andreas Hörner)

Andreas Hörner

redaktion@wundo.ch

Im Rahmen einer internationalen Konferenz rund um das Thema Naturgefahrenabwehr (GEO-Summit) der Romanshorner Firma Geobrugg AG fand der Welt­rekordversuch am Montagnachmittag erfolgreich statt. Fach­leute aus aller Welt – von Mexiko bis zu den Philippinen – haben es in Walenstadt live miterleben können: Ein 25-Tonnen-Block wird aus einer Höhe von 42 Metern abgeworfen, nimmt eine Geschwindigkeit von über 100 km/h auf und wird Sekunden später vom Steinschlagschutznetz aufgehalten. Die gemessene Energie von 10 000 Kilojoule bedeutet ­einen neuen Weltrekord.

Noch nie wurde ein Schutzsystem live getestet, das derart hohe Kräfte aufhalten kann. «Wir wollen ein System anbieten, mit dem wir draussen im Feld Probleme lösen können», be­kräftigt Andrea Roth, CEO der Geobrugg AG, und leitet zum ernsten Hintergrund dieser Rekordes über: «Die Naturgefahren werden durch den Klimawandel und den Permafrost immer grösser und sind in aller Munde.» Siedlungen und Verkehrswege in exponierten Lagen seien zunehmend gefährdet – und das weltweit.

Damit ist auch das grosse Interesse an der Teilnahme an der Konferenz zu erklären. Die rund 400 Fachleute aus 42 Ländern am Rekordversuch in Walenstadt – und beim gestrigen Steinschlagexperiment am Flüelapass – bestätigen das grosse Bedürfnis an Sicherheits­massnahmen gegen Naturgewalten. Deren Notwendigkeit bezeugen auf drama­tische Weise auch die kata­stro­phalen Überschwemmungen in Südamerika und die Berg­stürze in der Schweiz in diesem Jahr.

Live klar besser als Simulation

Natürlich könne man solche Ereignisse auch mit Simulationen am Bildschirm zeigen, so Andrea Roth. «Wir sind aber überzeugt, dass wir die Kunden von der ­Qualität der Steinschlagschutz­systeme besser überzeugen können, wenn wir es ihnen live zeigen können», begründet er die Ein­ladung an betroffene Interessensgruppen zur internationalen Konferenz.

Dass ihre Schutzsysteme auf Basis hochfester Stahldrahtnetze verhältnismässig leicht und ein Vielfaches kostengünstiger in ­Anschaffung und Installation als Dämme sind, lässt die Geobrugg AG zuversichtlich in die Zukunft schauen. «Die Budgets für Schutzanlagen sind in der Regel beschränkt. Mit einer solchen Lösung können wir Schutz bieten, der auch mit beschränkten Mitteln effizient ist», so Roth.

Nach dem gelungenen Rekord wird das neu entwickelte Geobrugg-System im November einem finalen Zertifizierungstest unterzogen. Danach soll «dieses Stück Schweizer Ingenieurskunst als neuer Gigant unter den Steinschlagschutzbarrieren mit dem Namen RXE-10 000 zeitnah zur Serienreife gebracht werden», erklärt das Unternehmen.

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