Waldbrandgefahr: Verzichten auf Himmelslaternen

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Region Das alte Jahr mit einem Feuerwerk verabschieden: Das ist auch in der Region Sarganserland, Werdenberg und Rheintal beliebt. Wegen der Trockenheit, die seit längerer Zeit andauert, haben die Behörden nun auch für diese Region Weisungen und Teilverbote erlassen.

An Stellen, die stark der Sonne ausgesetzt sind und unter Einfluss von Wind kann die Waldbrandgefahr gar gross bis sehr gross sein, teilte das Kantonsforstamt St. Gallen gestern mit. Die Gemeinden könnten im Umgang mit Feuer und Feuerwerken zusätzliche Weisungen erlassen. Das Amt für Bevölkerungsschutz des Fürstentums Liechtenstein verbietet das Entfachen von Feuern und das Zünden von Feuerwerkskörpern oberhalb von 1000 Metern. Hier sei die nebelfreie Zone, zusätzlich waren seit Anfang Dezember nur wenig Frostnächte zu verzeichnen. Deshalb sei die Gefahr von Wald- und Flurbränden gross.

100 Meter Abstand vom Waldrand halten

Auch in tiefer gelegenen Regionen besteht eine erhebliche Gefahr, dass durch das Zünden von Feuerwerk Waldbrände entfacht werden können. Dies werde sich auch über Silvester und Neujahr nicht ändern, weil bis am 2. Januar keine Niederschläge angesagt sind. Das teilten gestern das Liechtensteinische Amt für Bevölkerungsschutz und das Kantonsforstamt St. Gallen mit. Deshalb fordert das Kantonsforstamt dazu auf, verschiedene Sicherheitsmassnahmen einzuhalten. So sollen offene Feuer nur in bestehenden Feuerstellen mit geschütztem Feuerraum entfacht werden. Das Feuer ist immer zu beobachten und Funkenwurf sofort zu löschen. Vor dem Verlassen der Feuerstelle muss sie vollständig mit Wasser gelöscht werden. Raucherwaren und Zündhölzer dürfen auf keinen Fall weggeworfen werden. Beim Abfeuern von Feuerwerk ist zum Waldrand ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern einzuhalten.

Auf das Steigenlassen von Himmelslaternen (auch Glücks- oder Wunschlaternen oder Kong-Ming-Laternen genannt) soll unbedingt verzichtet werden, teilen die beiden Behörden mit. Denn wenn sie im trockenen Waldgebiet oder auf trockenem Laub oder Gras landen, besteht eine grosse Feuergefahr. Im Fürstentum Liechtenstein ist die Benutzung solcher «Flugkörper» generell nicht erlaubt. (ts)