Wahrzeichen Bushaltestelle

Im Rahmen «Südkultur vor Ort» trafen sich Gemeindepräsidenten, Gemeinderäte sowie Mitglieder und Mitarbeitende der Baukommissionen in Sargans zu einem Dialog.

Heidy Beyeler
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SARGANS. Als Einstieg zum Dialogaustausch «Südkultur» präsentierte Marina Hämmerle, Büro für baukulturelle Anliegen, Lustenau, im Städtli Torkel das Projekt «BUS:STOP» aus dem vorarlbergischen Krumbach. Seit Mai 2014 stehen dort sieben neue «Wartehüsle» im architektonischen Hochformat. Das war mit der mutigen Unterstützung von Bürgermeister Arnold Hirschbühl möglich, wie die Referentin Marina Hämmerle betonte.

Jedes «Häusle» ein Unikat

Jedes Wartehäuschen ist ein architektonisches Unikat. Renommierte internationale Architekten gestalteten diese im lokalen Dialekt genannten «Wartehüsle». Der Anfang dazu findet sich im Architekturzentrum Wien (Museumsquartier).

Mutig war demzufolge auch die Einladung von «Südkultur» unter der Leitung von Co-Präsident und Gemeindepräsident Ferdinand Riederer aus Pfäfers. Schliesslich zeigte die Architektin und Referentin Marina Hämmerle auf, wie ein Projekt, so wie es der Verein Südkultur bereits 2010 mit dem Baukultur-Wettbewerb «Südmodul» versuchte, erfolgreich umgesetzt werden könnte.

Der Weg war ein anderer

Was haben die Vorarlberger besser gemacht? Am Anfang stand die Initiative, die von einem engagierten Kreis an Bürgern von Krumbach lanciert wurde – allen voran mit Unterstützung des Bürgermeisters. Den Impuls dazu gab die feierliche Eröffnung Zumthors Werkraum Haus in Andelsbuch (Bregenzerwald) 2013. Ein Projekt, das nach kurzer Zeit auf internationales Interesse stiess. Internationale Architekten schufen damit ein aussergewöhnliches Tourismusangebot.

Potenzial austarieren

Ob die Präsentation des erfolgreichen Projekts, wie es von Marina Hämmerle dargestellt wurde, in unserer Region auf Unterstützung treffen dürfte, bleibt offen. Einen mutigen Anfang haben Buchs und Pfäfers 2010 gemacht. Die beiden Installationen zum Thema Bushaltestelle in Buchs und Pfäfers trafen damals allerdings nicht gerade auf Begeisterung.

Marina Hämmerle weckte im Städtli Torkel Sargans bei den einen oder anderen Ideenkraft und Interesse. Die Aufbruchstimmung, wie aus Gesprächen nach der offiziellen Präsentation erkennbar wurde, wirkte zuversichtlich. Neue Ideen wurden angedacht und in informellem Rahmen diskutiert.

Mit grosser Anerkennung – aber auch mit etwas Neid – schaut man über die Grenzen hinweg in Richtung Vorarlberg. Insgeheim wünscht man sich im Werdenberg und im Sarganserland eine derart breit abgestützte Förderung, wie sie im Bregenzerwald gelebt wird. Mit Mut, Sicherheit und einer grossen Überzeugungskraft können breite Kreise ins Boot geholt werden, um die Region attraktiv zu präsentieren.

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