Wahlbeteiligung bei 30 Prozent

Die Wahlbeteiligung in der Region Werdenberg und Obertoggenburg liegt bei fast 30 Prozent. Die Gemeinden rechnen aber noch mit einem Ansturm der Wahlzettel am Wochenende. Die Bevölkerung kann bis am Sonntag wählen gehen.

Melanie Steiger
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Die Wahllokale sind am Wahlwochenende bis Sonntagvormittag geöffnet. (Bild: Christian Schwier)

Die Wahllokale sind am Wahlwochenende bis Sonntagvormittag geöffnet. (Bild: Christian Schwier)

REGION. Am Mittwochvormittag lag die Wahlbeteiligung in den Gemeinden knapp unter 30 Prozent. Aber genau diesen Wähleranteil verzeichnete zu diesem Zeitpunkt die Gemeinde Wartau. Doch rechnet Gemeindeschreiber Mario Stark bis zum Wochenende mit einer Beteiligung von etwa 50 Prozent. Ebenfalls optimistisch ist Werner Hefti, Gemeindeschreiber Grabs. Denn die meisten Wähler würden erst ein paar Tage vor den Wahlen ihr Couvert einwerfen. Einen Vergleich zog die Stadt Buchs zu den Wahlen vor vier Jahren: «In diesem Jahr liegt die Beteiligung ein bisschen hinter den Zahlen von 2011, damals hatten wir zur selben Zeit 29 Prozent – heuer sind es gerade mal 26,5 Prozent», erklärt Markus Kaufmann, Stadtschreiber Buchs. In Sevelen dagegen liegt die Beteiligung mit 28,7 Prozent etwas höher, wobei sich Grabs und Sennwald mit 27,9 respektive 27 Prozent ebenfalls im selben Bereich befinden. Die Gemeinden Gams und Wildhaus-Alt St. Johann haben die bisherige Wahlbeteiligung noch nicht erfasst.

Jetzt nicht mehr abschicken

Alle Gemeinderatskanzleien in der Region raten denen, welche den Wahlzettel per Post senden wollen, dies rechtzeitig zu tun. «Wir bekommen immer wieder – auch nach Abstimmungen – am Montag nach der Auszählung Stimm- oder Wahlzettel zugesandt», berichtet Mario Stark. In der Wahlanleitung wird deshalb auch empfohlen, den Brief bis spätestens am Dienstag bei der Post einzuwerfen. «Ich würde den Wahlzettel jetzt nicht mehr per Post zusenden, sondern direkt beim Rathaus einwerfen. In Grabs ist es ja nur 50 Meter von der Post entfernt», empfiehlt Werner Hefti.

Denn der Brief werde als B–Post spediert. Claire Angehrn von der Gemeinde Sevelen erklärt: «Man kann den Wahlzettel schon über die A-Post verschicken, aber dies halte ich nicht für sinnvoll. Man muss den Brief sowieso einwerfen, ob bei der Post oder gleich beim Rathaus – zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit.» Und Sabine Koller von der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann meint: «Wer ihn per A-Post versenden will, muss ihn spätestens am Mittwoch eingeworfen haben, sonst wird es zu knapp.»

Wählen bis Sonntag möglich

In allen Gemeinden ist das Wählen bis und mit Sonntagvormittag, ob eingeworfen im Briefkasten oder in der Urne, möglich. Das bedeutet aber nicht, dass man bis Sonntagvormittag warten soll. Die Wahllokale haben im Wartau bis 10.30 Uhr geöffnet, in den umliegenden Gemeinden bis 11 Uhr. «Das Postfach in Gams wird am Sonntagvormittag, kurz vor dem Zählen geleert», informiert Teresa Schöb. In Sennwald sind in jedem Dorf der Gemeinde die Urnen besetzt. Die Wildhauser können sogar bis 11.30 Uhr ihr Couvert einwerfen.

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