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WAFFENHANDEL: Degersheimer bei Waffenring

Ermittlern ist ein Schlag gegen den internationalen illegalen Waffenhandel gelungen. Bereits im Dezember hatten die Schweizer Behörden ein illegales Waffenarsenal in Degersheim gefunden.
Sandro Zulian/Fm 1 Today
Die Kantonspolizei St. Gallen fand im Dezember 2017 beim Degersheimer rund 280 Waffen. (Bild: Kapo SG)

Die Kantonspolizei St. Gallen fand im Dezember 2017 beim Degersheimer rund 280 Waffen. (Bild: Kapo SG)

Sandro Zulian/FM 1 Today

ostschweiz@tagblatt.ch

Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich: Die Polizei hat einen international organisierten Waffenhandel zerschlagen. Nach Ermittlungen französischer und deutscher Polizeikorps wurden seit Juli 2017 in Vorarlberg Erhebungen wegen grenzüberschreitenden Waffenhandels durch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung gemacht. Der Fall steht in Verbindung zum 61-jährigen ­Degersheimer, bei dem Ende 2017 rund 280 Waffen, über 100000 Schuss Munition sowie über eine Million Franken in bar gefunden worden waren.

Zum Schweizer Aspekt der Geschichte teilt die St. Galler Staatsanwaltschaft mit, dass der Beschuldigte inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Die Staatsanwaltschaft stehe mit den österreichischen Behörden in Kontakt. Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt es derzeit keine weiteren Auskünfte.

Zehn Personen in Österreich festgenommen

In Vorarlberg wurden sieben ­Tatverdächtige ermittelt. Zwei davon wurden festgenommen. In Wien konnte man eine Person ausmachen, in Niederösterreich zwei. Im Zuge von neun Hausdurchsuchungen wurden im ­November 2017 in Vorarlberg 26 Faustfeuerwaffen, 6 Langwaffen und über 200 Kilo Munition sichergestellt. In Niederösterreich wurden mehr als 100 Lang- und 21 Faustfeuerwaffen, über 100 Stichwaffen sowie Tausende Schuss Munition sichergestellt.

Waffen nicht für Straftaten verwendet

Bei den Hauptverdächtigen ­handelt es sich um einen 35-jährigen Mann aus Lustenau, einen 76-jährigen Mann aus Bregenz sowie einen 44-jährigen Mann aus Niederösterreich. Gegen weitere Waffenkäufer wird wegen ­illegalen Waffenbesitzes ermittelt. Alle Tatverdächtigen werden nach Abschluss der Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht, bleiben aber auf freiem Fuss. Bis jetzt gebe es keine Hinweise, dass die in Österreich sichergestellten Waffen für Straftaten verwendet wurden. Die Polizei geht davon aus, dass die weiteren Ermittlungen noch über mehrere Monate andauern werden. Die Tatverdächtigen wurden mit einem vorläufigen Waffenverbot belegt. Auch in Deutschland wurden im Zuge von acht Hausdurchsuchungen 11 Pistolen, etwa 1500 Schuss Munition und Bargeld von den dortigen Behörden unter Federführung der Kriminalpolizeiinspektion Rottweil sicher­gestellt. Die zwei Hauptbeschuldigten wurden festgenommen. Weitere Aktionen der französischen und Schweizer Polizeibehörden verliefen ebenso erfolgreich.

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