Vorstand übernimmt Präsidialamt der SP

Am Freitag fand die Delegiertenversammlung der SP Werdenberg statt. Ein Rückblick und die Wahl der Nachfolge der Präsidentin Barbara Gähwiler waren teil des Programms.

Mengia Albertin
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Barbara Gähwiler (links) wurde an der Delegiertenversammlung der SP Werdenberg gebührend von ihrem Amt verabschiedet – sie habe «Grossartiges geleistet». (Bild: Mengia Albertin)

Barbara Gähwiler (links) wurde an der Delegiertenversammlung der SP Werdenberg gebührend von ihrem Amt verabschiedet – sie habe «Grossartiges geleistet». (Bild: Mengia Albertin)

Mengia Albertin

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An der Delegiertenversammlung der SP Werdenberg wurde auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Die SP wie auch die Juso und die SP-Frauen aus dem Werdenberg waren am Anlass vertreten. Zur Nachfolge der Präsidentin Barbara Gähwiler hat sich bis zum Datum der Versammlung niemand zur Wahl gestellt. Die Aufgaben wird bis auf Weiteres der Vorstand der SP Werdenberg unter sich aufteilen. Verantwortung gegen aussen werde vermutlich die Vizepräsidentin Käthi Gut übernehmen. Diese wurde von den Anwesenden in ihrem Amt bestätigt.

Kantonsratswahlen waren ein «grosser Brocken»

Der Jahresbericht von Gähwiler zeigte das soziale Engagement ihrer Partei auf. Im vergangenen Jahr fand der kantonale Parteitag zum Thema «Menschen auf der Flucht» statt. In Grabs wurde mit Regierungsrätin Heidi Hanselmann über die Möglichkeit einer Notfallpraxis im Spital Grabs diskutiert. Und die Juso lancierte die Spekulationsstopp-Initiative.

Ein «grosser Brocken» seien im 2016 die Kantonsratswahlen gewesen. Gewählt wurden Ludwig Altenburger und Daniel Gut. Ebenfalls stellten sich Claudia Billet-Toldo, Gemeinderätin aus Sevelen, Kathrin Schulthess und Haris Hadrovic aus Grabs und Johannes Lehmann (Juso), Oezkan Tok (Juso) und Josef Gähwiler ­junior aus Buchs zur Wahl. «Alle Kandidierenden engagierten sich vorbildlich im Wahlkampf. Sie zeigten sich als gute Teamplayer», lobte Gähwiler mehrmals. Die Wahlen erklärten in der Jahresrechnung auch einen Grossteil des Verlustes von knapp 11000 Franken. Viel Geld fliesse dabei in die Werbung.

Gähwiler war neun Jahre im anspruchsvollen Amt. Als Höhepunkt sieht sie die Wahl von Paul Rechsteiner in den Ständerat. Gerne hätte sie zu ihrer Zeit aber mehr Mitglieder angeworben. Zum Ende meint sie: «Es ist ja nicht so, dass ich genug von der Partei hätte. Ich bevorzuge einfach gerade das Enkelhüten. Kinder werden so schnell gross.» Gähwiler wurde von der Partei herzlich gedankt und applaudiert.

SP-Frauen wollen wieder Anlässe organisieren

Auch die SP-Frauen blickten auf das Jahr zurück. In diesem Jahr wollen sie die Organisation von Veranstaltungen wieder aufnehmen. Gestartet wird am 20. Mai mit der Filmvorstellung über ein Matriarchat im Südosten Chinas, «Nu guo – im Namen der Mutter», im Buchserhof.

Im zweiten Teil der Versammlung stellte Anette Willi aus Oberschan die regierungsunabhängige Organisation Geneva Call vor. Diese setzt sich weltweit für internationale humanitäre Normen bei bewaffneten Konflikten und Situationen von Gewalt ein. Dies zum Beispiel in Burundi, Indien, Irak, Kolumbien und Mali. Die bewaffneten Gruppen agieren ausserhalb der staatlichen Kontrolle und seien meist durch politische Ziele motiviert. Seit 2000 hat Geneva Call mit knapp neunzig solchen «bewaffneten nichtstaatlichen Akteuren» den Dialog initiiert. Bis heute haben 55 davon mindestens eine von Geneva Calls Verpflichtungserklärungen zum Schutz von ­Zivilpersonen unterzeichnet.