Vollgas bei Musik und Publikum

Die beiden Bands NofNog und The Peacocks lieferten am Samstagabend im fabriggli das drittletzte Konzert, das Poggcorner organisiert hat. Sie unterhielten Rock- und Punkfans und kannten keine Distanz zum Publikum.

Melanie Steiger
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Nahe am Publikum und mit voller Energie sorgten die NofNog und der Hauptact The Peacocks (Bild) im fabriggli für Stimmung. (Bild: Melanie Steiger)

Nahe am Publikum und mit voller Energie sorgten die NofNog und der Hauptact The Peacocks (Bild) im fabriggli für Stimmung. (Bild: Melanie Steiger)

BUCHS. Einen bunten musikalischen Mix lieferten die zwei Bands ab, die im Musikstil ähnlich sind, jedoch bei der Ausführung unterschiedlich.

Der Name der Rheintaler Band NofNog ist eine Kurzform von «No Fight No Glory». Die Punkrocker aus Oberriet gaben Gas mit ihrem schnellen und rauhen Sound.

Nah dran an den Musikern

Danach folgte mit der dreiköpfigen Band The Peacocks aus Zürich der Hauptact. Sie spielte ein Gemisch aus Punk, Rockabilly und Rock. Bei ihnen wechselte schneller mit verhältnismässig ruhigerem Sound ab.

Das drittletzte Konzert von Poggcorner fand im Foyer statt. Hier war eine kleine, niedrige Bühne aufgestellt. So waren die Konzertbesucher sehr nah an den Musikern dran. Die Barcrew bereitete Cocktails zu, das Bier floss am speziellen Ausschank.

Von Punkrock bis Crowdsurfing

Bei NofNog kamen Punkrock-Fans ganz auf ihre Kosten. Die vier Rheintaler Jungs wärmten die Besucher mit ihrem harten Sound für den Abend so richtig auf. Sie gaben Vollgas und schrien sich die Kehle aus dem Leib. Die vordersten Reihen nutzten den «Pogo», einen Tanz, der seine Ursprünge in der Punkszene der 70er-Jahre hat, ausführlich zum Rumhüpfen und Um-sich-Stossen. Auch vor Crowdsurfing wurde nicht haltgemacht. So sahen die Zuschauer ab und an, wie jemand durch die Menge getragen wurde.

The Peacocks gingen danach den Abend etwas gelassener an, obwohl sie dem Musikstil ihrer Vorband grundsätzlich treu blieben. Dies taten sie mit drei Instrumenten: an der Gitarre Hasu Langhart, am Schlagzeug Jürg Luder und am Kontrabass Simon Langhart. Mit ihrem federleichten und vielseitigen Mix aus Rock, Punk und Rockabilly brachten sie die Menge in Stimmung und animierten zum Tanzen.

Verlorenes Zeitgefühl

Regelmässig zündete sich der Sänger und Gitarrist der Peacocks eine Zigarette an und unterhielt sich kurz mit der Menge. Da die Bühne sehr tief war, hatten die Musiker engen Kontakt zum Publikum und liessen zu, dass begeisterte Konzertgänger auf der Bühne tanzten. Die Zuschauer durften mittels Songwahl das Programm des Abends mitbestimmen.

Auf einmal kam Hasu Langhart in den Sinn, dass er wahrscheinlich die Zeit auf der Bühne bereits überzogen hatte. Davon liess er sich jedoch nicht beirren und spielte weiter. Am Schluss, kurz vor der Zugabe, entschuldigte sich der Sänger, er müsse «ganz dringend mal», doch die Zugabe werde es auf jeden Fall geben. Sobald er verschwand, nahmen die Zugabe-Rufe ihren Lauf. Nach Langharts Rückkehr gab es dann wie versprochen noch zwei Songs, bevor die Band sich unter die Leute mischte.