VOLLEYBALL: Samira Sulser feiert bei Rückkehr einen 3:1-Sieg

Bei Galina Schaan hat sich die Wartauerin das Rüstzeug geholt, um eine erfolgreiche NLA-Spielerin zu werden und für die Nationalmannschaft aufzulaufen. Mit ihrem Team Franches-Montagnes kehrte sie für eine Partie zurück an die alte Wirkungsstätte.

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Auch im Abschluss hatte Samira Sulser ein gutes Händchen und punktet hier sehenswert. (Bild: Robert Kucera)

Auch im Abschluss hatte Samira Sulser ein gutes Händchen und punktet hier sehenswert. (Bild: Robert Kucera)

«Ich habe mich sehr gut gefühlt, richtig heimelig», meinte Samira Sulser zu ihrer Rückkehr in jene Halle, in welcher sie einst für Galina Schaan in der NLB auf Punktejagd ging. Nun traf man sich eine Stufe höher wieder und als Gegner. Für die Wartauerin bleibt aber dieses Auswärtsspiel für Franches-Montagnes ihr ­persönliches Heimspiel. «Darauf habe ich mich schon Anfang Saison mega gefreut.» Doch als sie so viele Zuschauer sah, besonders so viele Verwandte und Bekannte, kam Nervosität auf.

Von dieser war während des Spiels aber nichts zu merken. Im Gegenteil: Schon früh in dieser Partie setzte Samira Sulser ein starkes Zeichen. Als sie erstmals zum Service schritt, lag ihr Team nur knapp in Front, fünf Anspiele später hiess das Verdikt 10:4. Dies ebnete den Weg zum 25:17 im ersten Satz. Mit ihrem Service war die bald 22-Jährige entsprechend zufrieden: «Hier konnte ich dem Team am meisten helfen. Denn es ist sich nicht gewohnt, in so einer grossen Halle zu spielen. Deshalb gab es viele Servicefehler.» Die Dimension der Sporthalle Resch täuscht das Auge insofern, dass man glaubt, man könne mega weit servieren, es gehe schliesslich noch weit bis zur Wand.

Spektakel und erfolgreich am Block agiert

Samira Sulser sorgte ausserdem im 4. Satz für den spektakulärsten Ball des Spiels. Zunächst ­rettete sie nach einem Galina-Smash mit einer Abwehr wenige Zentimeter, bevor der Ball den Boden berührt hätte. Im selben Spielzug geriet eine Abwehr ihres Teams so unglücklich, dass der Ball meterweit hinter die Grundlinie flog. Sulser rannte dem Ball hinterher und spielte diesen aus vollem Lauf, dennoch kontrolliert, zu ihren Teamkolleginnen zurück. Am Ende blieb diese Aktion jedoch unbelohnt. «Das ist bitter, wenn man sich mega Mühe gibt für einen Ball, und dann gibt es am Ende einen Fehler», kann die Wartauerin im Endeffekt ihrer Rettungstat nichts mehr Positives abgewinnen.

In einem wichtigen Moment des Spiels sorgte Samira Sulser aber auch für Punkte. Nach einem katastrophalen Satz aus Sicht von Franches-Montagnes (9:25) rappelte sich die Mannschaft auf, und es kam zum engsten Satz der Partie. Dass die Westschweizerinnen diesen Satz mit 25:20 für sich entschieden, lag an gleich drei erfolgreichen Blockabwehrversuchen Sulsers in Serie, die zu drei Punkten in Serie führten. Im Schlusssatz agierte Galina mit der Zeit fehlerhafter, die Gäste dagegen präziser. Mit dem 25:19 im vierten Satz stand fest: Drei Punkte an Franches-Montagnes, keiner nach Schaan. «Dieser Sieg war wichtig. Denn wir wollen in der Tabelle weiter nach vorne kommen», so Sulser. Den schwachen Saisonstart wolle man in der Rückrunde vergessen machen. «Wir spielten oft auf Augenhöhe, hatten aber Mühe, den Sack zuzumachen.» Das Spiel gegen Galina könnte ein Anzeichen dafür sein, dass es beim Sulser-Team nun aufwärts geht.

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch