Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

VOLLEYBALL: Im Kreis der Nationalmannschaft

Kaum in der NLA angekommen, durfte Samira Sulser bereits die ersten Länderspiele bestreiten. Für die Wartauerin ist mit dem internationalen Turnier von Montreux eine ereignisreiche Saison zu Ende gegangen.
Robert Kucera
In wenigen Monaten von der NLB-Spielerin zur Nationalspielerin: Samira Sulser bezeichnet diesen Aufstieg als «mega speziell». (Bild: PD)

In wenigen Monaten von der NLB-Spielerin zur Nationalspielerin: Samira Sulser bezeichnet diesen Aufstieg als «mega speziell». (Bild: PD)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Als Dessert der Saison 2016/17 durfte Samira Sulser Anfang Juni das WM-Qualifikationsturnier im Dress der Schweizer Nationalmannschaft bestreiten und im Anschluss das internationale Turnier in Montreux: Der Erfolg hielt sich in Grenzen: Rang vier von sechs Teams in der WM-Ausscheidungsgruppe (zwei Siege in fünf Partien), in Montreux gelang dem Team bei vier Niederlagen gerade mal ein Satzgewinn. «Es war mega eindrücklich. Vor allem die WM-Quali gegen die starken Teams», schwärmt Sulser von ihren Einsätzen. «Es ist speziell, für die Schweiz zu spielen.» Nun kommt die Trübbacherin bereits auf 15 Länderspiele.

Sie relativiert diese Einsätze, welche alle in der Saison 2016/17 absolviert wurden, aber rasch. Schliesslich sei sie nie die ganze Zeit auf dem Feld gewesen und nie von Beginn weg eingesetzt. Und sie steht dazu, dass sie von Ausfällen profitiert habe. Jedoch nicht auf ihrer Position. Samira Sulser ist eine so genannte Diagonalspielerin, sie agiert vornehmlich auf der rechten Angriffsseite. Auf Grund der Ausfälle kam die 21-Jährige in der Mitte zum Einsatz. «Die Position ist nicht neu», sagt Sulser. Schliesslich habe sie schon in ihrer dritten Saison bei Galina da gespielt. Doch die diagonale Position gefällt ihr besser. Auch kann sie hier ihre Stärke am Block ausspielen.

«Beim ersten Match war ich sehr nervös»

Die erste Nomination im Herbst, so erinnert sich Sulser, kam überraschend. Denn in der Sommerpause, als sie von Galina (NLB) zu Sm’Aesch Pfeffingen in die NLA wechselte, durfte sie dies nicht erwarten. Zudem ist sie bei Aesch nicht Stammspielerin gewesen. Trotzdem ist die Wartauerin nun Nationalspielerin. «Das ist schon speziell», äussert sie sich zum ­kometenhaften Aufstieg. «Davon war ich selber überrascht.» Sie erinnert sich an ihren Einsatz mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust: «Beim ersten Match war ich sehr nervös und es ist auch nicht super gelaufen.» Noch vor ein paar Jahren hätte sie sich das nicht zu träumen gewagt. «Das war schier unmöglich.»

Doch mit dem Wechsel in die NLA habe sie erstmals daran gedacht. Möglich gemacht hat dies das U23-Finalturnier um den Schweizer-Meister-Titel, an dem Galina 2016 teilnahm. Dort fiel Sulser den Verantwortlichen von Sm’Aesch Pfeffingen auf. «Ich habe Freude an der Anfrage ­gehabt. Vom Club war ich rasch überzeugt, denn er ist gut organisiert, hat einen guten Trainer. Ich wusste: Das kommt gut.» Samira Suler hat damit Recht behalten. In ihrem ersten NLA-Jahr wurde sie Vize-Schweizer-Meisterin. «Zweiter hinter Voléro Zürich zu werden – das ist wie Gold holen», hält Sulser fest. Denn an den übermächtigen Zürcherinnen mit ihrem Star-Ensemble gibt es seit Jahren kein Durchkommen. Im letzten Saisonspiel verlor sie mit ihrem Team aber nur mit 2:3. «Das war der Hammer, wir haben alles ausgepackt.» Den Vize-Titel stuft Sulser hoch ein. «Es ist ein Riesenerfolg.» Da verblasst selbst der U23-Schweizer-Meister-Titel, den sie heuer mit Sm’Aesch Pfeffingen geholt hat.

Kampf um den NLA-Stammplatz

Doch sowohl in der NLA als auch in der Nati steht Samira Sulser noch im Schatten anderer. Schon im ersten Training machte sie ­Bekanntschaft mit den Niveau-Unterschied zur NLB. «Das ist ein rechter Sprung», sagt sie. Punkto Technik hat sie viel arbeiten müssen. Wie sie einschätzt, hat sie sich enorm gesteigert: «Ich lernte viel in mega kurzer Zeit.» Und die positiven Nati-Feedbacks, dass sie ihre Sache auf der nicht so geliebten Position gut gemacht habe, gibt Auftrieb. «Ich muss aber im technischen Bereich weiter an mir arbeiten», sieht sie noch viel Luft nach oben. Besonders das Angriffsspiel, bei welchem sie ihre Smashs als verbesserungswürdig ansieht.

Ihr Ziel ist es, NLA-Stammspielerin auf ihrer Position zu werden – doch nicht bei Aesch. Da ihr Sport-Studium (in Magglingen) beginnt, musste eine neue Lösung her. So spielt sie nächste Saison NLA-Volleyball bei Franches-Montagnes. «Von der Distanz ist das ideal. So kann ich weiterhin zweimal täglich trainieren.» Zum Vergleich: In der NLB bei Galina waren es vier Einheiten pro Woche.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.