Voller, fetter, wuchtiger Sound

Am Donnerstag spielte die Big Band der Musikschule Werdenberg im fabriggli in Buchs. Der Leiter Wolfgang Ludesch hat dabei eine klare Vorstellung, wie Big-Band-Sound tönen soll: «Voll, fett und wuchtig» – genau dieser Sound erwartete auch die Besucher im fabriggli.

Johanna Senn
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Die 17köpfige Big Band Sound Factory der Musikschule Werdenberg in Action. (Bilder: Johanna Senn)

Die 17köpfige Big Band Sound Factory der Musikschule Werdenberg in Action. (Bilder: Johanna Senn)

BUCHS. Am Donnerstag erwartete die Besucher im fabriggli voller Sound mit der Big Band Sound Factory der Musikschule Werdenberg. Sie spielte Lieder von Jazz-Legenden wie zum Beispiel Miles Davis. Und wie Duke Ellington damals «It don't mean a thing if it ain't got that swing» (Es bedeutet nichts, wenn es keinen Swing hat) sagte, legte die Big Band los. Erst nur mit rhythmischem Bass, doch nach und nach kamen die weiteren Mitglieder hinzu, bis sich der ganze Sound der Band entfaltete.

Nur die Posaune fehlt

«Ich wollte schon länger eine Big Band gründen», so der Leiter Wolfgang Ludesch. Seit drei Jahren gibt es die Sound Factory nun. Die 17köpfige Band spielt Lieder von jazzig bis rockig. «Gute Leute zu finden ist nicht einfach, ausserdem muss einem die Musik gefallen.» Auch jetzt ist die Band noch nicht komplett. «Wir sind noch auf der Suche nach einer Posaune. Auch sonst sind wir offen für neue Zugänge», so Ludesch.

Üben auf Projekte

Die Neuzugänge sollten Zeit zum Proben mitbringen. «Wir üben jeweils auf Projekte hin.» Wenn wieder ein Projekt ansteht, kommt die Band jeden zweiten Montag zusammen, um zu üben.

Die Lieder werden jeweils vom Leiter Wolfgang Ludesch ausgesucht. «Auch die Partituren schreibe ich jeweils selbst», beispielsweise für Songs, die nicht exakt auf diese Zusammensetzung abgestimmt sind. «Wir haben zum Beispiel eine Klarinette, aber keine Posaune. So müssen die Parts jeweils angepasst werden. Mitmachen kann eigentlich jeder, der auch von dieser Musik begeistert ist und ein Blasinstrument spielen kann» erklärt Ludesch. Das Angebot richte sich vor allem an Erwachsene. Das jüngste Mitglied von «Sound Factory» ist Céline, deren tiefe Stimme wunderbar zum Jazz-Sound passt.

Selbstgeschriebene Stücke

Eine zweite Gruppe, die einen Auftritt hatte, war das Saxophon-Ensemble unter der Leitung von Saxophon-Lehrer Bernhard Klas. Es spielte sogar einige Stücke, die die Schüler selbst geschrieben beziehungsweise die Inspiration dazu geliefert hatten. Es war die Überraschung des Abends, dass die sechsköpfige Truppe einen solchen Sound zustande brachte.

Die Überraschung des Abends: Das Saxophon-Ensemble unter der Leitung von Bernhard Klas.

Die Überraschung des Abends: Das Saxophon-Ensemble unter der Leitung von Bernhard Klas.

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