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VILTERS/TRÜBBACH: Tixi fährt auf der Erfolgsspur

Der Verein Tixi Sarganserland Werdenberg erbringt mit seinem Fahrservice einen Beitrag ans Gemeinwesen. Darum investiert man noch weiter in die Ausbildung der Fahrerinnen und Fahrer.
Reinhold Meier
Bringen die Tixi-Sache mit Vollgas voran: Rolf Schneider, Heini Berger, Mario Viecelli, Peter Brugger und Hermann Sutter. (Bild: Reinhold Meier)

Bringen die Tixi-Sache mit Vollgas voran: Rolf Schneider, Heini Berger, Mario Viecelli, Peter Brugger und Hermann Sutter. (Bild: Reinhold Meier)

Reinhold Meier

redaktion@wundo.ch

Die Tixi-Familie steht für gehobene Fahrkünste. Diesen Schluss legte schon der blosse Augenschein an der stark besuchten Hauptversammlung im Generationenhaus Novellas zu Vilters nahe. Denn die spätwinterlichen Witterungsverhältnisse, die am vergangenen Freitag herrschten, hatten die Mitglieder keineswegs davon abgehalten, in stattlicher Zahl zu erscheinen. So konnte sich die über 60-köpfige Versammlung unter Leitung ihres Präsidenten Peter Brugger alsbald jenen Geschäften zuwenden, die für viele Menschen in der Region Werdenberg-Sarganserland so wichtig sind. Der Verein hat sich bekanntlich zur Aufgabe gemacht, vor allem Personen mit körperlicher Beeinträchtigung mehr Mobilität zu geben, namentlich in Form von Transportfahrten zu Arzt- oder Klinikterminen.

Schier unglaubliche Laufleistungen

Im Zentrum des Abends stand die Botschaft, dass ein neues IT-System den Einsatz der aktuell fünf Fahrzeuge jetzt wesentlich erleichtert. Vor allem die bisher oft umständlichen und damit teuren Leerfahrten zur Überführung der Tixis zum nächsten Fahrer dürften künftig vermehrt entfallen. Auch die Administration wird optimiert. So konzentriert sich die bisherige Geschäftsleiterin Theres Fäh in Zukunft auf schriftliche Arbeiten. Für die Zahlen trägt die neue Geschäftsleiterin Käthi Sulser aus Trübbach die Verantwortung. «Das ist eine optimale Arbeitsteilung und ein Glücksfall», hielt Brugger unter dem Applaus der Versammlung fest. Mit noch etwas Luft nach oben präsentierte sich hingegen der Schadensverlauf bei den intensiv genutzten Fahrzeugen. Hier schlägt die ausserordentliche Laufleistung von rund 350 000 Kilometern jährlich zu Buche. Tag für Tag fallen somit 35 Fahrten und 960 Kilometer an. «Wir liegen mit den Versicherungen öfter etwas im Clinch», bemerkte Brugger augenzwinkernd. In Einzelfällen wollte ein Institut gar einmal die Vollkasko kündigen, weil sich Schäden häuften. Nicht zuletzt auch deshalb gilt das Augenmerk künftig noch stärker der Weiterbildung. «Es konnten im letzten Jahr bereits 25 der 57 Fahrer den Fachkurs absolvieren». Angestrebt wird, dass alle Fahrer im Drei-Jahres-Rhythmus die Fortbildung wiederholen.

«Erfreulich ist, dass wir neu für alle Fahrer eine Vollkasko abschliessen konnten», ergänzte Brugger. In der Jahresrechnung resultierte mit 32 000 Franken ein grösserer Verlust als geplant, ergänzte die bisherige Geschäftsleiterin Theres Fäh. Doch dies dürfte ein einmaliger Ausreisser sein, hiess es. «Die Nachfrage steigt weiter und damit die Einnahmen», hielt Fäh fest. Wesentlichen Anteil am knapp 400 000 Franken schweren Budget haben die Kostenbeiträge der Kunden mit rund der Hälfte sowie der Kantonsbeitrag mit rund einem Viertel. Private und Firmen spendierten im Rechnungsjahr rund 25 000 Franken.

«Etwas Gutes für die Allgemeinheit»

Auch die Laufleistung der einzelnen Fahrzeuge, alle rollstuhlgängig, ist eindrücklich und beläuft sich jährlich auf bis zu 75 000 Kilometer. So ist das erst vor drei Jahren vom Rotary-Club Bad Ragaz spendierte «Tixi 3» bereits in den Reservestatus versetzt worden, nach über 220 000 Einsatz-Kilometern. Der Verein sucht weiter nach neuen Fahrerinnen und Fahrern. «Hier haben Sie den Plausch und tun noch was Gutes für die Allgemeinheit», hiess es. Die familiäre und überaus herzliche Atmosphäre an der Hauptversammlung belegte dies auf das Eindrücklichste. Selbst als die Versammlung erst mit rund 20 Minuten Verspätung startete, hatte dieser Umstand einen charmanten Grund: Die politische Gemeinde Vilters-Wangs offerierte kurzfristig einen schmackhaften Apéro, als Zeichen der Wertschätzung, wie Präsident Brugger dankbar in Richtung Rathaus festhielt.

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