Viel Lärm um wenig Linienflüge in Altenrhein

ALTENRHEIN. Der Airport St. Gallen-Altenrhein ist in der Schweiz der einzige Regionalflugplatz mit Linienverkehr im Status eines privaten Flugfelds. Daher bemüht sich das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) seit langem um eine Konzessionierung des Airports.

Rudolf Hirtl
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ALTENRHEIN. Der Airport St. Gallen-Altenrhein ist in der Schweiz der einzige Regionalflugplatz mit Linienverkehr im Status eines privaten Flugfelds. Daher bemüht sich das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) seit langem um eine Konzessionierung des Airports. Dies, weil nach Luftfahrtgesetz der Betrieb von Linienverkehr eine Betriebskonzession erfordert.

Österreicher rücken nicht ab

Im Konzeptteil des Sachplans Infrastruktur für den Airport St. Gallen-Altenrhein (SIL) ist denn auch festgesetzt, dass der Airport St. Gallen-Altenrhein zu konzessionieren ist, wenn der Linienverkehr ausgebaut wird. Dies wäre beispielsweise dann der Fall, wenn die geplanten Flüge nach London City tatsächlich zustande kämen. Airport-CEO Armin Unternährer betont aber: «Wir planen weder einen Ausbau noch streben wir eine Konzessionierung an.»

Und auch das Bazl hat in der Vergangenheit betont, das Objektblatt diene lediglich zur Festschreibung der ausgehandelten Positionen. Weshalb aber ist im SIL die Konzessionierung weiterhin vermerkt? «Der Staatsvertrag mit Österreich übersteuert, was im Schweizer Luftfahrtgesetz steht», erläutert Bazl-Mediensprecherin Nicole Räz. Und in Koordinationsgesprächen mit Österreich habe sich gezeigt, dass die Regierung des Nachbarlandes von ihrer Meinung vorläufig nicht abweiche, sie lehne die angestrebte Konzessionierung des Flugplatzes weiterhin ab.

Weniger Flüge als erlaubt

Der Gemeinderat Thal hat seine Position bei seiner Stellungnahme zum «Objektblatt St. Gallen-Altenrhein» deutlich gemacht; und dies in ungewohnt scharfer Form. Pistenverlängerung und einen Ausbau des Flugplatzes lehnt er kategorisch ab und fordert gleichzeitig eine Lärmreduktion. Welchen Lärm, lässt er offen. «Der Airport hat seinen Ursprung in den Flug- und Fahrzeugwerken Altenrhein. Er gehört zur Gemeinde und ist auch ein wertvoller Arbeitgeber», räumt Thals Gemeindepräsident Robert Raths auf Anfrage denn auch ein. Zudem habe der Airport ein Korsett, in dessen Rahmen sich der Betrieb bewegen dürfe. So wären beispielsweise 36 000 Flugbewegungen pro Jahr erlaubt. Diese würden aber seit Jahren deutlich unterschritten.