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Viel günstiger als Schutzbauten

16 Tannen sind gestern am Dürrenbach gesetzt worden – die letzten von 10 000 Bäumen, welche die Helvetia Versicherungen der Waldregion Toggenburg für die Verjüngung des Schutzwaldes spendete.
Hanspeter Thurnherr

Am 27. Mai 2015 pflanzten unter anderem Simon Ammann und Dario Cologna die ersten Bäume, welche die Helvetia Versicherungen im Rahmen ihres Schutzwald-Engagements der Waldregion Toggenburg schenkten. Gestern setzten Vertreter der Forstdienste, der Helvetia, der Waldbesitzer und Gäste am Dürrenbach in Stein die letzten 16 Bäume. Regierungsrat Bruno Damann, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes, war es vorbehalten, den 10 000sten Baum zu pflanzen. «Der Schutzwald hat eine enorm wichtige Bedeutung dafür, dass man überhaupt im Tal leben kann. Er bietet Schutz vor Lawinen, Steinschlag, Muren und Hochwasser», sagte Damann in seiner Rede.

Der Schutzwald habe auch eine hohe Bedeutung bezüglich Wirtschaftlichkeit: «Er ist bis zu 100mal günstiger als andere Schutzmassnahmen wie etwa Lawinen- oder Wasserverbauungen.» Die Pflege des Waldes sei daher im öffentlichen Interesse und es sei richtig, dass es dafür auch Geld von Bund und Kanton gebe. Die Wirksamkeit des Schutzwaldes sei leider für den Bürger nicht immer sichtbar. Umso mehr freue es ihn, dass die Helvetia Versicherungen dieses Baumpflanzungs-Projekt in die Hand genommen hätten. Es setze damit ein Zeichen gegen aussen.

Durchmischung verbessert Schutzwirkung

Regionalförster Christof Gantner erläuterte, wie der Buchwald oberhalb von Stein gepflegt wird und wie er sich in den letzten Jahren entwickelt hat. In den Wald seien bewusst Lücken geschlagen worden, die nun im Rahmen des Projektes mit Weisstannen bepflanzt werden. «Diese Durchmischung verbessert die Schutzwirkung. Denn zum Beispiel im Winter, wenn die Buchen kahl sind, rauscht der Schnee sonst einfach durch.»

Revierförster Thomas Abderhalden blickte vor Ort am Dürrenbach in die Geschichte zurück, mit welchen Anstrengungen dieser Wildbach in den letzten fast 120 Jahren gezähmt wurde. Dabei spielten nebst dem Bau von rund 100 Bachsperren auch Aufforstungen eine wichtige Rolle. Denn früher waren die Hänge weitgehend kahl. Die Waldpflege sei hier sehr kostenintensiv, weil sie teilweise nur unter Einsatz eines Helikopters möglich sei.

Baumpass für gespendete Bäume

Seit 2011 engagieren sich die Helvetia Versicherungen für den Schweizer Schutzwald. Wie Martin Schwald, Leiter Schutzwaldprojekt Helvetia Schweiz, gestern bei der Pflanzung der letzten Bäume des Toggenburger Projektes sagte, sind es inzwischen rund 120 000 Bäume, die in elf Projekten in der ganzen Schweiz zur Verjüngung der Schutzwälder und zum Schutz vor Naturgefahren gepflanzt wurden.

Schwald zog Parallelen zwischen Versicherungen und Schutzwäldern. Beide wollen langfristig Schaden vermeiden, und beide funktionieren nur als Solidargemeinschaft. «Denn ein einzelner Baum bringt nicht viel.» Jedes der elf Projekt sei anders, trotz des grundsätzlich gleichen Ansatzes. Hier im Toggenburg sei der Schutzwald parzelliert und gehöre verschiedenen Waldbesitzern. Da brauche es viel Überzeugungsarbeit, bis der Kollektivgedanke greife. Eigentlich seien es nicht nur 10 000 Bäume, sondern bereits mehr als 11 000, die im Rahmen des Toggenburger Projektes gepflanzt wurden. Denn für 10 Franken kann die Bevölkerung bei Helvetia einen persönlichen Baumpass beziehen. Dafür pflanzen die Forstdienste je einen weiteren Baum in der gewünschten Region.

www.helvetia.ch/schutzwald.

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